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About IPV

Das Institut für Geschichte am Karlsruher Institut für Technologie

Das Institut für Geschichte/Technikgeschichte richtet sich im Rahmen des Studiengangs EUKLID am KIT neu aus und konzentriert sich künftig in Forschung und Lehre auf die Geschichte der industriellen Welt von 1750 bis heute.

Im Zentrum steht eine kontextualisierte Technikgeschichte, die eng mit der Neuen und Neuesten Geschichte verzahnt ist, sozial-, mentalitäts- und kulturgeschichtliche Ansätze einbezieht und europageschichtlich orientiert ist. Wir entwickeln somit ein Studium, das über die traditionellen Epochen- und Disziplingrenzen hinaus einen Überblick zur Problemgeschichte der Technik, des Technischen und der Techniker bietet und die medialen Bedingungen von historischen Technikdiskursen berücksichtigt. Durch inzwischen jahrzehntelange Erfahrung in Forschung, Lehre, musealer Präsentation von Technik, öffentlichen Vorträgen etc. bieten wir technikgeschichtliche Lehrveranstaltungen für alle Fächer, naturgemäß v.a. für technische und naturwissenschaftliche Fächer, am KIT.

Die Forschungsschwerpunkte der Mitarbeiter(auch bei Masterarbeiten und Dissertationen) unseres Instituts gelten der Geschichte der industriellen Welt, insbesondere einer objektorientierten, museal sich präsentierenden Geschichte mit berufspraktischer Anwendbarkeit; der kontextualisierten Mobilitätsgeschichte; der Umwelt- und Energiegeschichte, der Alltags- sowie Mentalitätsgeschichte der Technik.

Die traditionellen Themen des früheren Instituts (Widerstand gegen den Nationalsozialismus, Geschichte der Weimarer Republik, Kirchengeschichte) mit teilweise regionaler und lokaler Ausrichtung werden auch künftig, in engem Zusammenhang mit dem technikgeschichtlichen Schwerpunkt, Berücksichtigung in Forschung und Lehre finden.

 

 

Forschungsschwerpunkte


Die Forschung am Institut für Geschichte gilt dem Zeitraum der neuesten und Zeitgeschichte Europas, beschäftigt sich also mit Aspekten der politisch-industriellen ,Doppelrevolution’ seit 1789. Die historische Forschung am Standort des ältesten deutschen Polytechnikums fühlt sich in der Tradition Franz Schnabels insbesondere der Analyse der Bedeutung der Technik für die Genese und Entwicklung der Moderne verpflichtet.

Die aktuelle Forschung der Abt. Technikgeschichte gilt neben der technischen Propädeutik (Lehrbuch ,Technikgeschichte’, erschienen 2009) den Auseinandersetzungen um die Kernenergie in der jungen Bundesrepublik im Sinne einer integrativen Gesellschafts- und Konfliktgeschichte einer Energieform seit den 1950er Jahren sowie der Kulturgeschichte des Technischen und der Technik, insbesondere der Mobilitätsgeschichte seit 1880.

Die an der Abt. Allgemeine Geschichte betriebene Forschung wird derzeit durch ein abgeschlossenes und ein laufendes DFG-Projekt zur NS-Zeit aus dem Bereich der kirchlichen Zeitgeschichte bzw. Ökumenegeschichte nach 1945 charakterisiert.

Historische Forschung wird auch am Institut für Philosophie betrieben. Schwerpunkte dort sind u.a. die Protestantismus- und Niederlande-Geschichte sowie die Geschichte der sozialen Konstruktion von Technik im 20. Jahrhundert.