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Karl Friedrich und Karoline Luise von Baden als Vertreter des „Aufgeklärten Absolutismus“

Karl Friedrich und Karoline Luise von Baden als Vertreter des „Aufgeklärten Absolutismus“
Typ: Proseminar (PS) Links:
Semester: WS 2017/18
Ort:

Geb. 30.91 R. 009

Zeit:

Do. 11:30 - 13:00 Uhr wöchentlich

Beginn: 19. Oktober 2017
Dozent:

Prof. Dr. Marcus Popplow

SWS: 2
LVNr.: 5012076
Hinweis:

PolG 1.2  und PolG 1.3 (Bitte beachten Sie, dass sich die Modulzuordnungen evtl. noch ändern können. Verbindlich sind allein die Zuordnungen im CMS.)

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts galt Baden mit der Residenzstadt Karlsruhe als Musterbeispiel eines aufgeklärten Territoriums, dessen Herrscher Karl Friedrich von Baden (1728-1811) auf vielen Ebenen Reformen unternahm. Ansätze zur Bauernbefreiung gehörten dazu ebenso wie die Modernisierung von Verwaltung und Bildung. Zudem galt der Karlsruher Hof in dieser Zeit als Zentrum von Philosophie, Literatur, Kunst und Bildung. Die Markgräfin Karoline Luise (1723-1783) verfolgte eigene ökonomische, kulturelle und wissenschaftliche Interessen, unter anderem ließ sie sich im Schloss ein eigenes Laboratorium für physikalische und chemische Experimente einrichten.

Das Seminar gibt einen Überblick über die politischen, ökonomischen und kulturellen Aktivitäten des Herrscherpaares und vermittelt an diesem Beispiel eine Vorstellung davon, was im Vorfeld der Französischen Revolution unter „Aufgeklärtem Absolutismus“ verstanden werden kann. Viele Schauplätze liegen in der Nachbarschaft: Direkt neben dem Schnabel-Haus, in dem das Seminar stattfindet, steht das Fasanenschlösschen, das Karl Friedrich 1765 im damals modischen chinesischen Stil errichten ließ - nicht zuletzt ein Beleg für globalhistorische Horizonte der damaligen Hofkultur.

Nach den ersten, einführenden Sitzungen sind für die weiteren Sitzungen Schlüsseltexte zu lesen und vorzubereiten, die jeweils im Seminar vorgestellt und diskutiert werden. Ein Besuch der thematisch passenden Abteilungen des Badischen Landesmuseums im Schloss ist vorgesehen.