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Kultur- und memoralisierungsgeschichtliche Aspekte der Dampfloktraktion seit 1950

Rolf-Ulrich Kunze

 

Ein schöner Tod und das ewige Leben:

Der memorialisierende Blick auf die späte Dampftraktion

in der Bundesrepublik, der DDR und Österreich seit 1950

 

Die Studie zur Memorialisierung der Dampfloktraktion verfolgt drei Ziele:

 

  • Erstens, die in dieser Form erste Analyse des memorialisierenden Blicks auf das öffentliche Sterben der Leitantriebstechnik der ersten Verkehrsrevolution, der Dampflok, zwischen 1950 und 1970 in Deutschland – oder präziser: im Hoheitsbereich der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Reichsbahn – als Beispiel kultureller Historisierung einer industriellen Alltagskultur. Das Stichwort ist performative turn.

 

  • Zweitens, die exemplarische Auswertung des schier unerschöpflichen Bildmaterials zu diesem Thema der Kontextualisierung symbolischen und repräsentativen Memorialisierungshandelns. Kein Dampflokfest, kein Orientexpress-Reenactment im Stil von Agatha Christie ist ohne diese vorherige Memorialisierungsarbeit möglich. Das Stichwort hier ist die memorialisierende Aushandlung kollektiver aus individueller kultureller Repräsentation.

 

  • Drittens eine Abwägung, welchen kulturgeschichtlichen Stellenwert die Sterbebegleitung des ersten industriellen Großverkehrssystems, der dampfgetriebenen Eisenbahn, für andere Mobilitätssysteme und ihre emotionale Bedeutung haben oder auch nicht haben könnte. Das Stichwort ist Großtechnik- als Geschichte kultureller Identität.

 

Aufgrund langjähriger Sammel- und Publikationstätigkeit zum Thema der Technikmemorialisierung schreibe ich bereits an der hauptsächlich auf Bildinterpretationen gestützten Darstellung. Die Einleitung kann bei Interesse zur Verfügung gestellt werden