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Dissertationsprojekt: „Die deutsche militärische Luftbildaufklärung von den Anfängen bis zum Ende des Ersten Weltkriegs“

von: Philipp Vogler

Betreuer: Prof. Dr. Kurt Möser

Abstract (Stand Januar 2018)

Die überlieferten Luftbilder aus der Zeit der beiden Weltkriege demonstrieren heute noch eindrucksvoll die Zerstörungskraft der menschengeschaffenen Kriegsmaschinerie. Kaum eine Veröffentlichung oder Fernsehdokumentation zum Luftkrieg scheint ohne sie auszukommen. Erstaunlicherweise stehen die Erkenntnisse im Vergleich zu dieser Verbreitung in einem Missverhältnis. Zwar ist im englischen Sprachraum viel zur Geschichte der alliierten Luftbildaufklärung publiziert worden, doch klafft hier im Falle des deutschen Pendants eine Forschungslücke.

Welche technischen Überlegungen und Entwicklungsschritte führten bis hin zu ihrem ersten großen Kriegseinsatz im Ersten Weltkrieg? Welche Beziehung herrschte zwischen Erfindern, Wissenschaftlern, Unternehmen und dem Militärwesen? Wie gestalten sich die Zugangsmöglichkeiten zu Luftbildern aus dem genannten Zeitraum heute?

Kontinuitäten und Brüche hinsichtlich technischer Entwicklung, Personen, Organisationsstrukturen und tatsächlichen Militäreinsatz erarbeitet diese Studie, in dem sie nicht nur mehrere Zeitschnitte von den frühesten Entwicklungen bis hin zum Ende des Zweiten Weltkriegs vergleicht, sondern gleichzeitig eine transnationale Dimension in den Blick nimmt. Die Entwicklungen in Deutschland werden dabei mit denen in Großbritannien und den Vereinigten Staaten verglichen. Wo zeigen sich hier konzeptuelle und reale Unterschiede? Welche Bedeutung kann dem militärischen Luftbildwesen jeweils zugemessen werden?

Abschließend soll das Interesse der Fachwelt an der Quelle „historisches Luftbild“ geweckt werden, das noch umfangreiche Möglichkeiten für die historische Forschung bietet.