News
Cover "2000 Revisited - Visionen der Welt von morgen im Gestern und Heute"Aktuelle Neuerscheinung: 2000 Revisited. Visionen der Welt von morgen im Gestern und Heute

Der von Paulina Dobroc und Andie Rothenhäusler herausgegebene Band geht auf eine Tagung am KIT zurück und thematisiert vergangene und gegenwärtige Technikzukünfte am Beispiel von Fallstudien und programmatischen Artikeln. Ein Beitrag von Marcus Popplow diskutiert die Erforschung von Technikzukünften aus technikhistorischer Perspektive.

Link zur Publikation
Radrennen mit Lastenrädern, Amsterdam (Niederlande) 1938Neuerscheinung: Kurt Möser und Marcus Popplow zum Thema "Mobilität" in traverse - Zeitschrift für Geschichte

Das neue Heft der Zeitschrift für Geschichte "traverse" enthält zwei Artikel von Mitarbeitern des Departments. Kurt Möser analysiert die Multimodalität von individueller Mobilität um 1900, also den Umstand, dass viele Zeitgenossen Erfahrungen mit unterschiedlichsten Mobilitätsmaschinen machten. Marcus Popplow gibt einen Überblick über die gewerbliche Nutzung von Lastenfahrrädern seit dem späten 19. Jahrhundert und fragt, warum sie sich erst im 21. Jahrhundert auch im Privatgebrauch etablieren konnten.

Link zur Verlagsseite
Marcus Popplow, Technik im Mittelalter - BuchcoverAktuelle Neuerscheinung: Marcus Popplow: Technik im Mittelalter (Neuauflage)

Vor kurzem ist der mit dem Conrad-Matschoss-Preis des Vereins Deutscher Ingenieure ausgezeichnete Überblick zur Kulturgeschichte der Technik im Mittelalter in zweiter Auflage erschienen. Der Covertext des Verlages:

Auch das Mittelalter war eine Zeit technischer Innovationen. Architekten, frühe Ingenieure und Vertreter des Handwerks überschritten Grenzen traditionellen Wissens. Sie schufen Neues im Bauwesen, der Mühlen- und Waffentechnik oder dem Textilgewerbe, sie erfanden die Brille, die mechanische Uhr und den Buchdruck.

Technik begann schon im Mittelalter, die Lebensbedingungen der Menschen zu verändern – darüber gibt Marcus Popplow einen anschaulichen und informativen Überblick.

Weitere Informationen
 Black Boxes – Versiegelungskontexte und Öffnungsversuche. Interdisziplinäre PerspektivenAktuelle Neuerscheinung: Geitz, Christian Vater, und Silke Zimmer-Merkle (Hg.): Black Boxes – Versiegelungskontexte und Öffnungsversuche. Interdisziplinäre Perspektiven.

Wir sind von komplexen Dingen umgeben, die gleichzeitig wirken und doch hinter Interfaces verborgen sind. Dies gilt für die Datennetze, in denen wir uns bewegen, genauso wie für autonome Systeme, die unsere Datenverarbeiten. Smart Watches, Künstliche Intelligenz oder CRISPR-Cas9 sind rezente Beispiele für solche Black Boxes, der Buchdruck oder schon früheste Steinwerkzeuge historische.

In dem vorliegenden interdisziplinären Band werden Versiegelungskontexte dieser Black Boxes untersucht oder Öffnungsversuche dieser dargestellt. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen einzelne Fallbeispiele anhand derer theoretische Untersuchungswerkzeuge erprobt werden. Eckhard Geitz, Universität Freiburg; , KIT Karlsruhe/Universität Heidelberg; Silke Zimmer-Merkle, KIT Karlsruhe (Hg.).

Link zur Verlagsseite
Weihnachtsbaum mit rotem GlöckchenRolf-Ulrich Kunze im Interview mit dem Spiegel: So kann Weihnachten trotz Corona ein Fest der Hoffnung werden

Prof. Rolf-Ulrich Kunze ist einer von 12 Expertinnen und Experten, die in der SPIEGEL-Ausgabe 52 vom 19.12.2020 zum Titelthema „O du schreckliche. Wie Weihnachten trotz allem ein Fest der Hoffnung werden kann“ zu ihrer fachlichen Perspektive befragt worden sind (S. 57). Der Zugriff auf den Artikel ist kostenpflichtig.

LInk zum Artikel
Rolf-Ulrich Kunze im BNN-Interview: „Das Ausmaß des Grauens in Hiroshima ist nicht vorstellbar”

Zum 75. Mal jähren sich die Atombombenabwürfe vom 06. und 09. August 1945 über Hiroshima und Nagasaki. Im Gespräch mit der BNN weist Rolf-Ulrich Kunze, Professor für Neuere und Neueste Geschichte am KIT, auf die ethische Dauerverpflichtung Forschender zur Reflexion über den Einsatz von Massenvernichtungswaffen hin. Der Artikel „Das Ausmaß des Grauens in Hiroshima ist nicht vorstellbar” ist am 03. August 2020 erschienen und über den folgenden Link nachzulesen.

Mehr
Rudolf LillDas Department für Geschichte trauert um Rudolf Lill

Am 18. Juli verstarb in seiner Heimatstadt Köln der langjährige und prägende Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und neueste Geschichte am Institut für Geschichte der Universität Fridericiana zu Karlsruhe (TH). Lill führte die Tradition von Franz Schnabel weiter und entwickelte die Karlsruher Geschichte zu einer besonderen Verbindung von politischer Neuzeit- und Technikgeschichte, in deren Tradition das Department für Geschichte steht.

Mehr
Technisches Kulturerbe virtuell erleben

Die Auswirkungen der Pandemie haben abermals die Vorteile der 3D-Digitalisierung von historischem Kulturerbe aufgezeigt. Durch digitale Dokumentationen und Rekonstruktionen lassen sich wertvolle Zeugnisse der Geschichte unabhängig von Einschränkungen virtuell erleben, vermitteln sowie erforschen.

Im Forschungsprojekt eHeritage hat das Department für Geschichte am KIT-Institut für Technikzukünfte (ITZ) eine Wasserpumpanlage des Unteren Wasserwerkes in Schwetzingen aus dem Jahr 1765 digital erfasst und zu 3D-Modellen aufbereitet. Die virtuellen Modelle sollen der Technikgeschichte als Quellen für die Objektforschung dienen.

Zum digitalen Tag des offenen Denkmals am 13. September 2020 präsentiert die Denkmalpflege Baden-Württemberg 3D-Modelle aus diesem Digitalisierungsprojekt auf Sketchfab (mit VR-Funktion), und informativ zusammengefasst in einem Film.

 

Link zum Film
Nationalismus: Illusionen und Realitäten.Rolf-Ulrich Kunze Nationalismus: Illusionen und Realitäten Eine kritische Bestandsaufnahme. Stuttgart 2019.

 

Kaum ein anderes Thema prägt so sehr die aktuelle politische Debatte wie der Nationalismus. In seinem neuen Buch „Nationalismus Illusionen und Realitäten“ setzt sich Prof. Dr. Rolf-Ulrich Kunze mit Nationalismus auseinander, erläutert seine historische Begriffs- und Funktionsgeschichte, verschiedene Typen von Nationalismustheorien sowie den Zusammenhang von Nationalismus und Religion. Nationalismus zielt auf Identität, auf Emotionalität. Deshalb spricht Karl Wolfgang Deutsch vom nationalistischen Denken als einer „epistemologischen Katastrophe“. Nationalismus macht blind für die schwierige und graustufige Realität, weil er neue Realitäten und einfache, schwarz-weiße Verhältnisse schafft. Die nationalistische Welt zerfällt in us and them, in Gut und Böse. Einerseits ermöglicht die nationalistisch erzeugte imagined community gewaltige und gewalttätige Leistungen in Krieg und Frieden, andererseits ist sie weder politisch noch emotional steuerbar – obwohl alle Nationalisten das annehmen. Ihr ist die Eskalation eingeschrieben. Nationalismus ist für die Politik eine gefährliche Versuchung, weil er scheinbar eine leicht zu gewinnende Ressource erschließt. Er bietet grenzenlose Akzeptanz für vieles, was sich in den Niederungen des mühsamen Aushandlungsalltags nicht durchsetzen lässt.

Technik- und WissenschaftsgeschichteMarcus Popplow (Hrsg.): Technik- und Wissenschaftsgeschichte in der universitären Lehre. Formate, Adressaten, Konzepte.

Klappentext: Der vorliegende Band versammelt erstmals exemplarische Beispiele zu drei Kategorien von Lehrveranstaltungen in der Technik- und Wissenschaftsgeschichte: Einführungsveranstaltungen, objektorientierte sowie interdisziplinäre Lehre. Der entstandene Überblick regt dazu an, in der technik- und wissenschaftshistorischen Lehre Experimente zu wagen, den Austausch darüber auszubauen und nicht zuletzt das Engagement vieler Dozentinnen und Dozenten in der Lehre stärker zu würdigen.

Link zur Verlagsseite
European Review of History 27/3Aktuelle Neuerscheinung: Ole Sparenberg (Hg.), European Review of History: Revue européenne d'histoire

Die Versorgung mit mineralischen Ressourcen ist vor einigen Jahren vor allem im Kontext der Seltenerdmetalle und ihrer Betonung für Hightech-Anwendungen und die Energiewende wieder in die Schlagzeilen gekommen. Die Beiträge dieses von Ole Sparenberg (Karlsruhe) und Matthias Heymann (Aarhus) herausgegebenen Sonderheftes in der Reihe 'European Review of History: Revue européenne d'histoire' (Bd. 27, Ausg. 3) vereinen bewusst Fallstudien aus unterschiedlichen Zeiträumen vom frühen 19. Jh. bis zum späten 20. Jh. und unterschiedlichen Regionen sowie nationaler, transnationaler und internationaler Ebenen. Alle Beiträge fokussieren auf Vorstellungen von knappen und kritischen Ressourcen und fragen dabei u.a. danach, wie Vorstellungen von knappen und kritischen Ressourcen mit weiteren politischen, sozialen, wissenschaftlichen und ökologischen Vorstellungen verbunden waren.

Weitere Informationen
Reflexionen zur ZeitgeschichteAktuelle Neuerscheinung: Rolf-Ulrich Kunze, Reflexionen zur Zeitgeschichte.

 

In seinem Essay-Band Reflexionen zur Zeitgeschichte. Subjekt und Methodik, Kohlhammer, Stuttgart 2020, 176 S., widmet Prof. Dr. Rolf-Ulrich Kunze sich den folgenden, gesamtgesellschaftlich relevanten Fragen: Wann scheitert eine Demokratie? Wie muss sich die politische Bildung weiterentwickeln, um den neuen Herausforderungen erfolgreich begegnen zu können? Wird unser Geschichtsbild von der Globalisierung beeinflusst? Dabei bezieht er in der aktuellen Debatte zum historischen Materialismus Stellung und erörtert die vielfach bizarre Beziehung zwischen Menschen und Dingen. Weitere Informationen

European Investment in Greece in the Nineteenth CenturyAktuelle Neuerscheinung: Korinna Schönhärl, European Investment in Greece in the Nineteenth Century. A Behavioural Approach to Financial History

Banking historiography often does not sufficiently take into account bankers’ deliberations of their decision making, but rather limits investigation to considerations of profit maximisation. This book shows that the decision-making processes of nineteenth-century bankers contemplating high-risk financial markets like Greece are just as complex as present-day investment decisions.

The book, now published in English after a first German edition, offers in-depth studies of decision making in concrete historical situations, considering political and economic circumstances and also the individual background of the actors concerned, including a reflection on the influence of cultural movements such as Philhellenism. Employing methodological inspirations from the field of behavioural finance, the book analyses a broad range of published and unpublished English, French, Greek, German and Swiss sources on European investment in Greece between 1821 and the Balkan wars. Additionally, rich insights into Greek economic history, the economic integration of the country into Europe and long-lasting European stereotypes of Southern Europe and Greece are provided; this furthers understanding of the historical background of the Greek financial crisis after 2009.

Link zur Verlagsseite
Rolf-Ulrich Kunze im Interview mit der Heilbronner Stimme: Trump schädigt Wissenschaft

Ob Klimawandel oder Corona-Pandemie - von Beginn seiner Amtszeit an bestreitet der amtierende amerikanische Präsident Donald Trump die Erkentnisse der Wissenschaft. Im Gespräch mit der Heilbronner Stimme analysiert Rolf-Ulrich Kunze, Professor für Neuere und Neueste Geschichte am KIT, die Auswirkungen der US-Politik auf die Wisssenschaft und rückt die negativen Folgen dieser populistischen Politik in den Blickpunkt. Der Artikel „Wie Donald Trump die Wissenschaft torpediert" ist aus aktuellem Anlass am 30. Oktober 2020 in der Heilbronner Stimme erschienen und kann, mit freundlicher Genehmigung von STIMME.de, als PDF über den folgenden Link abgerufen werden.

 

 

 

Link zum Artikel

Ankündigung Vortrag „Ingenieur-Geist und Geistes-Ingenieure: Ansätze einer KI-Geschichte“ am 17. September 2020, 18.30 Uhr

Der Münchner Informatik-Pionier Friedrich L. Bauer nannte die Informatik in den 1970er Jahren eine „Ingenieur-Geistes- bzw. Geistes-Ingenieurwissenschaft“, weil die von den Informatikern geschriebenen Programme abstrakte immaterielle Objekte sind. Als in den 1950er Jahren in den USA das Forschungsgebiet der Artificial Intelligence entstand, stellten sich die Forscher vor, dass mit dem Ablauf von Computerprogrammen kognitive Prozesse, Denkprozesse, imitiert werden können. Mit einiger Verspätung entstand auch in der Bundesrepublik Deutschland die Forschungsdisziplin "Künstliche Intelligenz". In diesem Vortrag von Prof. Dr. Rudolf Seising (Deutsches Museum München) werden einige Meilen- und Stolpersteine ihrer Entwicklung vorgestellt. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem ZAK im Rahmen des HEiKAexplore-Projektes "Die Zukunft Zeichnen – Technische Bilder als Element historischer Technikzukünfte in der frühen Künstlichen Intelligenz".

Ein Bericht zu dem Workshop, in dessen Rahmen der Vortrag stattfand, findet sich hier.  

Mehr
Forschung im Spannungsfeld zwischen Künstlicher Intelligenz und digitalen Technikzukünften – Christian Vater im Gespräch

In seinem Online-Vortrag "Digitale Technikzukünfte. Digitalisierung als universelle Kulturtechnik." nimmt Christian Vater, Wissenschaftler am KIT-Department für Geschichte und Technikphilosoph, die Zuschauer mit auf eine Zeitreise von den Anfängen des Rechnens bis hin zu einem Ausblick in die Zukunft der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz. Der Vortrag wurde im Rahmen der Vortragsreihe "Innovationsgeist in der Bildung" des Innovationsnetzwerks Startfeld St. Gallen aufgezeichnet und steht als Video im Netz zur Verfügung.

Die spannende Frage, ob Künstliche Intelligenz Bewusstsein entwickeln kann, erörtert Christian Vater in einem aktuellen Podcast. Dieser ist Teil des BMBF-Projektes „Abklärung des Verdachts aufsteigenden Bewusstseins in der Künstlichen Intelligenz“ am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des KIT und kann über folgenden Link aufgerufen werden.

Link zum Podcast
Studieninformationswoche - noch bis zum 25. November!

Erlebe das KIT und unseren Studiengang „Europäische Kultur und Ideengeschichte“ (EUKLID) – eine einzigartige Mischung aus Geschichte und Philosophie – noch bis zum 25. November 2020 online. Zu den Angeboten unseres EUKLID-Studiengangs kommst du über diesen Link. Zu allen Angeboten des ganzen KIT – mit jeder Menge Informationen um Karlsruhe und das KIT geht es hier.

Link zur EUKLID-Studieninformationswoche
Web Seminar Tax Compliance am Montag, 19. Oktober 2020, 16.15 - 17.45 Uhr

Unter dem Titel "Tax Compliance: historische Entwicklungen, rechtliche Grenzen und zukünftige Herausforderungen" hält Prof. Dr. Alfons Weichenrieder (Goethe-Universität und Leibniz-Institut SAFE) einen Impulsvortrag mit dem Thema "Steuermoral, Steueroasen und der schmale Grat zwischen Steuergestaltung und -hinterziehung”. Die anschließende Podiumsdiskussion fragt unter anderem nach dem Einfluss von Steueroasen auf die internationale Steuerplanung und Steuerhinterziehung. Inwiefern kann internationaler Informationsaustausch die Compliance erhöhen und Steuergestaltungen eindämmen? Es diskutieren: Uwe Eppler (Norton Rose Fulbright), Christine Osterloh-Konrad (Universität Tübingen), Korinna Schönhärl (KIT Karlsruhe) und Alfons Weichenrieder (Goethe-Universität und Leibniz-Institut SAFE). Moderiert wird die Veranstaltung von René Höltschi (Neue Zürcher Zeitung). Veranstalter ist das Institut für Bank- und Finanzgeschichte e.V. (IBF).
Weitere Informationen

Link zum Webinar
Lastenrad als Kinderanhänger, 1982Marcus Popplow im BNN-Interview: Vom Lastenrad zur Familienkutsche

Das Lastenrad als billiges und schwer zu bewegendes Nutzfahrzeug fuhren zu Beginn des 20. Jahrhunderts in deutschen Städten überwiegend Handwerker oder schlecht bezahlte Tagelöhner. In den folgenden Jahrzehnten verschwand das Lastenrad immer mehr aus dem Stadtbild, verdrängt durch den Siegeszug des Automobils. Die Umweltbewegung in den 1980er Jahren und die Entwicklung von elektrische Hilfsmotoren in jüngster Zeit hat dem Lastenrad einen neuen Aufschwung beschert. Im Gespräch mit den BNN skizziert Marcus Popplow, Technikhistoriker am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Entwicklung des Lastenrades hin zum umweltfreundlichen urbanen Transportmittel. Der Artikel "So wurde das Lastenrad zur trendigen Familienkutsche" vom 27. Juli 2020 kann über den folgenden Link als PDF aufgerufen werden mit freundlicher Genehmigung der Badischen Neuesten Nachrichten.

Link zum Artikel