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3D-Digitalisierung von Kulturdenkmalen der Technik als Quelle der Technikgeschichte

 

Das Institut für Geschichte des KIT und das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg in Esslingen arbeiten als Projektpartner im Rahmen des eHeritage-Förderprogramms des BMBF daran, Kulturdenkmale der Technik mittels Methoden der SfM-Digitalisierung zu virtuellen 3D-Modellen aufzubereiten. Das Projekt wird von Erika Érsek, M.A. durchgeführt.

 

Ziel

Aufgebaut wird eine Sammlung von 3D-Digitalisaten (maschinen-)technischer Anlagen von Denkmalwert. Ergebnis der Digitalisierung sind fotorealistische 3D-Räume sowie Volumenmodelle zur Veranschaulichung der Funktionsabläufe. Die Digitalisate und Modellanimationen sollen auf einer Open-Access-ePlattform mit weiteren Informationen verknüpft und für Forschung, Lehre und Öffentlichkeit frei zugänglich gemacht werden.

 

Zweck

Der Forschung werden durch die Sammlung neue Studienobjekte zur Verfügung gestellt. Unzugängliche Anlagen und Bereiche können eingesehen werden, Begehungen vorbereitet und nachbereitet werden. Auf diese Weise sind ortsunabhängige Studien auf nationaler wie internationaler Ebene möglich. Eine Erweiterung der Sammlung von Anlagen über Baden-Württemberg hinaus soll Vergleichsstudien erleichtern. Für den Denkmalschutz bieten die 3D-Digitalisate eine neuartige Möglichkeit der Inventarisierung technischer Kulturdenkmale, zudem kann die Sammlung das Bewusstsein für technische Kulturgüter in der Öffentlichkeit stärken.

 

Beispielobjekt

Als Beispielobjekt wurde zunächst das Untere Wasserwerk des Schwetzinger Schlosses aus dem 18. Jahrhundert eingescannt - Ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung.
Das Untere Wasserwerk (Baujahr 1762-1765) versorgte früher neben dem Oberen Wasserwerk die Wasserläufe und Wasserspiele des Schlossgartens. Beide Anlagen wurden von Nicolas de Pigage erbaut, dem damaligen kurpfälzischen Gartendirektor. Als Vorbild diente die Bewässerungstechnik des Versailler Schlossgartens. Zurzeit wird das Wasserwerk saniert und anschließend für Besucher geöffnet.

Im untenstehenden Viewer ist die Punktwolke des Pumpenraums als 3D-Modell zu sehen. Die Ansicht kann gedreht und vergrößert werden. Zur Anleitung und den Voraussetzungen für Ansicht und Bedienung