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Going Public! Geschichte und ihre Öffentlichkeiten

Going Public! Geschichte und ihre Öffentlichkeiten
Typ: Hauptseminar / Oberseminar (HS/OS)
Semester: WS 19/20
Zeit: 18.10.2019
15:45 - 19:00 täglich
30.91 Raum 010
30.91 Franz-Schnabel-Haus


09.11.2019
09:30 - 16:00 täglich
30.91 Raum 012
30.91 Franz-Schnabel-Haus

07.12.2019
09:30 - 17:00 täglich
30.91 Raum 012
30.91 Franz-Schnabel-Haus

11.01.2020
09:30 - 16:45 täglich
30.91 Raum 010
30.91 Franz-Schnabel-Haus

05.02.2020
19:00 - 20:30 täglich
30.91 Raum 012
30.91 Franz-Schnabel-Haus

06.02.2020
15:45 - 17:15 täglich




Dozent:

Prof. Dr. Thorsten Logge

LVNr.: 5012004
Bemerkungen

Nachdem in den USA bereits in den 1970er Jahren der erste Studiengang in Public History an der University of California Santa Barbara eingerichtet wurde und die deutschsprachige Geschichtsdidaktik im selben Jahrzehnt über Konzepte wie Geschichtskultur und Geschichtsbewusstsein Formen und Formate der öffentlichen Geschichte auch außerhalb der Schule in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten gerückt hat, ist Public History seit den späten 2000er Jahren nun auch in der Geschichtswissenschaft im Kommen: Neue Studiengänge und Veranstaltungsformate entstanden, Professuren für Public History wurden eingerichtet und seit 2012 bringt die AG „Angewandte Geschichte | Public History“ beim Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) Akteure der universitären und außeruniversitären Geschichtsschreibung zusammen. Public History scheint auch und gerade bei der immer wichtiger werdenden „Third Mission“, dem Wissens- und Wissenschaftstransfer zwischen Hochschule und Gesellschaft, eine zunehmend wichtige Rolle zu spielen. Doch was ist eigentlich Public History? Wie unterscheidet sie sich von Konzepten der „Angewandten Geschichte“? Warum ist es überhaupt wichtig, sich (auch) mit nicht-akademischer Historiographie zu beschäftigen und was ist der Unterschied zwischen Geschehen, Ereignis und Geschichte?

Die Teilnehmenden erschließen sich begriffliche und konzeptionelle Grundlagen der Public History, unternehmen geschichtstheoretische Ausflüge in die Praktiken des Geschichtemachens („Doing History“) und entwickeln schließlich selbst Konzepte und Strategien für adressatenbezogene Geschichte in unterschiedlichen Formen und Formaten am Beispiel des KIT.

Für die erfolgreiche Teilnahme ist die regelmäßige Anwesenheit, kontinuierliche Lektüre, die Bereitschaft zur Diskussion und die Übernahme von kleineren Studienleistungen (Referat, Exzerpt, Handout o. ä.) sowie eine kurze schriftliche Ausarbeitung (4-5 Seiten) erforderlich (dies gilt bei Zuordnung im BA sowie im A-Modul des MA). Bei Zuordnung im Hermeneutik-Modul sind die Studienleistungen identisch, allerdings sollte die Ausarbeitung 10 Seiten umfassen.

Literaturhinweise

Thorsten Logge: History types as objects for a research-oriented Public History / Geschichtssorten als Gegenstand einer forschungsorientierten Public History, in: Public History Weekly 6 (2018) 24, DOI: dx.doi.org/10.1515/phw-2018-12328;

Jorma Kalela: Making History. The Historian and Uses of the Past, Basingstoke 2012;

Sarah Willner, Stefanie Samida, Georg Koch (Hg.): Doing History. Performative Praktiken in der Geschichtskultur, Münster 2016.