Department für Geschichte

Aktuelles

GlühbirneTheo Crazzolara - Pixabay
Ankündigung: Forschungskolloquium im WS 2020/21

Im Forschungskolloquium haben zum einen Studierende die Möglichkeit, ihre in Arbeit befindlichen Abschlussarbeiten vorzustellen und zur Diskussion zu stellen. Zum anderen hören wir Vorträge von Mitarbeiter*innen des KIT und externen Gästen, um uns ein Bild über den aktuellen Stand der historischen Forschung, ihrer Themen und Methoden zu machen und diese zu diskutieren.

Das Forschungskolloquium wird großteils online stattfinden, im Rahmen des Möglichen wird es u.U. einzelne Präsenzsitzungen geben.

Studierende können bei Interesse auch gerne "einfach so" an einzelnen Sitzungen teilnehmen, das Semesterprogramm finden Sie auf ILIAS.

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Die renaturierte Murg in Rastatt.Hans-Jürgen Collet
Tilman Wagle im BNN-Interview: Historische Forschung - wertvolle Quelle für Renaturierung der Murg

Karpffen, Hecht, Breßen, Bersing, Rotteln, Lauga, Grundeln ... - fast 30 verschiedene Fischarten tummelten sich in der Murg bei Rastatt in Baden - allerdings im Jahr 1600. Diese und viele weitere fischereirelevante Erkenntnisse förderte Tilman Wagle, Historiker am Karlsruher Institut für Technologie, bei der Auswertung geschichtlicher Quellen zu Tage im Rahmen eines Forschungsprojektes zur Entwicklung von Infotafeln am Radweg Baiersbronn - Rastatt. Wagles wissenschaftliche Forschungsarbeit leistet einen wertvollen Beitrag für Weichenstellungen der Fischereibehörde, welche die Renaturierung der Murg und eine Verbesserung ihrer Gewässerökologie zum Ziel haben. Den vollständigen Artikel "Als die Lachse durchs Floßloch entwischten", erschienen am 26. Oktober 2020 in den Badischen Neuesten Nachrichten, können Sie unter dem folgenden Link nachlesen, mit freundlicher Genehmigung der Redaktion.

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Lastenrad als Kinderanhänger, 1982Stadtarchiv Karlsruhe, Bildarchiv Schlesiger
Marcus Popplow im BNN-Interview: Vom Lastenrad zur Familienkutsche

Das Lastenrad als billiges und schwer zu bewegendes Nutzfahrzeug fuhren zu Beginn des 20. Jahrhunderts in deutschen Städten überwiegend Handwerker oder schlecht bezahlte Tagelöhner. In den folgenden Jahrzehnten verschwand das Lastenrad immer mehr aus dem Stadtbild, verdrängt durch den Siegeszug des Automobils. Die Umweltbewegung in den 1980er Jahren und die Entwicklung von elektrische Hilfsmotoren in jüngster Zeit hat dem Lastenrad einen neuen Aufschwung beschert. Im Gespräch mit den BNN skizziert Marcus Popplow, Technikhistoriker am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Entwicklung des Lastenrades hin zum umweltfreundlichen urbanen Transportmittel. Der Artikel "So wurde das Lastenrad zur trendigen Familienkutsche" vom 27. Juli 2020 kann über den folgenden Link als PDF aufgerufen werden mit freundlicher Genehmigung der Badischen Neuesten Nachrichten.

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Marcus Popplow, Technik im Mittelalter - BuchcoverVerlag C. H. Beck Wissen
Aktuelle Neuerscheinung: Marcus Popplow: Technik im Mittelalter (Neuauflage)

Vor kurzem ist der mit dem Conrad-Matschoss-Preis des Vereins Deutscher Ingenieure ausgezeichnete Überblick zur Kulturgeschichte der Technik im Mittelalter in zweiter Auflage erschienen. Der Covertext des Verlages:

Auch das Mittelalter war eine Zeit technischer Innovationen. Architekten, frühe Ingenieure und Vertreter des Handwerks überschritten Grenzen traditionellen Wissens. Sie schufen Neues im Bauwesen, der Mühlen- und Waffentechnik oder dem Textilgewerbe, sie erfanden die Brille, die mechanische Uhr und den Buchdruck.

Technik begann schon im Mittelalter, die Lebensbedingungen der Menschen zu verändern – darüber gibt Marcus Popplow einen anschaulichen und informativen Überblick.

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 Black Boxes – Versiegelungskontexte und Öffnungsversuche. Interdisziplinäre PerspektivenVerlag de Gruyter
Aktuelle Neuerscheinung: Geitz, Christian Vater, und Silke Zimmer-Merkle (Hg.): Black Boxes – Versiegelungskontexte und Öffnungsversuche. Interdisziplinäre Perspektiven.

Wir sind von komplexen Dingen umgeben, die gleichzeitig wirken und doch hinter Interfaces verborgen sind. Dies gilt für die Datennetze, in denen wir uns bewegen, genauso wie für autonome Systeme, die unsere Datenverarbeiten. Smart Watches, Künstliche Intelligenz oder CRISPR-Cas9 sind rezente Beispiele für solche Black Boxes, der Buchdruck oder schon früheste Steinwerkzeuge historische.

In dem vorliegenden interdisziplinären Band werden Versiegelungskontexte dieser Black Boxes untersucht oder Öffnungsversuche dieser dargestellt. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen einzelne Fallbeispiele anhand derer theoretische Untersuchungswerkzeuge erprobt werden. Theorieimpulse kommen hierbei aus den Science and Technology Studies und der Medienwissenschaft, sind angeregt durch den Material Culture Turn, aber auch von einer (digitalen) Phänomenologie und Hermeneutik. Dreizehn Beiträge in vier Abschnitten kartieren beispielhaft das Feld; eingebettet und abgerundet werden diese durch vier Respondenzen und einen ergänzenden Beitrag zur Ideengeschichte der Automaten. Der Band liefert somit einen Überblick über aktuelle Technikforschung in Deutschland anhand des Beispiels der Black Box, die jedoch in der Geschichte der Diskussion geerdet wird.

Eckhard Geitz, Universität Freiburg; Christian Vater, KIT Karlsruhe/Universität Heidelberg; Silke Zimmer-Merkle, KIT Karlsruhe (Hg.).

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European Investment in Greece in the Nineteenth CenturyVerlag Routledge
Aktuelle Neuerscheinung: Korinna Schönhärl, European Investment in Greece in the Nineteenth Century. A Behavioural Approach to Financial History

Banking historiography often does not sufficiently take into account bankers’ deliberations of their decision making, but rather limits investigation to considerations of profit maximisation. This book shows that the decision-making processes of nineteenth-century bankers contemplating high-risk financial markets like Greece are just as complex as present-day investment decisions.

The book, now published in English after a first German edition, offers in-depth studies of decision making in concrete historical situations, considering political and economic circumstances and also the individual background of the actors concerned, including a reflection on the influence of cultural movements such as Philhellenism. Employing methodological inspirations from the field of behavioural finance, the book analyses a broad range of published and unpublished English, French, Greek, German and Swiss sources on European investment in Greece between 1821 and the Balkan wars. Additionally, rich insights into Greek economic history, the economic integration of the country into Europe and long-lasting European stereotypes of Southern Europe and Greece are provided; this furthers understanding of the historical background of the Greek financial crisis after 2009.

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Forschung im Spannungsfeld zwischen Künstlicher Intelligenz und digitalen Technikzukünften – Christian Vater im Gespräch

In seinem Online-Vortrag "Digitale Technikzukünfte. Digitalisierung als universelle Kulturtechnik." nimmt Christian Vater, Wissenschaftler am KIT-Department für Geschichte und Technikphilosoph, die Zuschauer mit auf eine Zeitreise von den Anfängen des Rechnens bis hin zu einem Ausblick in die Zukunft der Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz. Der Vortrag wurde im Rahmen der Vortragsreihe "Innovationsgeist in der Bildung" des Innovationsnetzwerks Startfeld St. Gallen aufgezeichnet und steht als Video im Netz zur Verfügung.

Die spannende Frage, ob Künstliche Intelligenz Bewusstsein entwickeln kann, erörtert Christian Vater in einem aktuellen Podcast. Dieser ist Teil des BMBF-Projektes „Abklärung des Verdachts aufsteigenden Bewusstseins in der Künstlichen Intelligenz“ am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des KIT und kann über folgenden Link aufgerufen werden.

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Rolf-Ulrich Kunze im Interview mit der Heilbronner Stimme: Trump schädigt Wissenschaft

Ob Klimawandel oder Corona-Pandemie - von Beginn seiner Amtszeit an bestreitet der amtierende amerikanische Präsident Donald Trump die Erkentnisse der Wissenschaft. Im Gespräch mit der Heilbronner Stimme analysiert Rolf-Ulrich Kunze, Professor für Neuere und Neueste Geschichte am KIT, die Auswirkungen der US-Politik auf die Wisssenschaft und rückt die negativen Folgen dieser populistischen Politik in den Blickpunkt. Der Artikel „Wie Donald Trump die Wissenschaft torpediert" ist aus aktuellem Anlass am 30. Oktober 2020 in der Heilbronner Stimme erschienen und kann, mit freundlicher Genehmigung von STIMME.de, als PDF über den folgenden Link abgerufen werden.

 

 

 

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Ankündigung: Web Seminar Tax Compliance am Montag, 19. Oktober 2020, 16.15 - 17.45 Uhr

Unter dem Titel "Tax Compliance: historische Entwicklungen, rechtliche Grenzen und zukünftige Herausforderungen" hält Prof. Dr. Alfons Weichenrieder (Goethe-Universität und Leibniz-Institut SAFE) einen Impulsvortrag mit dem Thema "Steuermoral, Steueroasen und der schmale Grat zwischen Steuergestaltung und -hinterziehung”. Die anschließende Podiumsdiskussion fragt unter anderem nach dem Einfluss von Steueroasen auf die internationale Steuerplanung und Steuerhinterziehung. Inwiefern kann internationaler Informationsaustausch die Compliance erhöhen und Steuergestaltungen eindämmen? Es diskutieren: Uwe Eppler (Norton Rose Fulbright), Christine Osterloh-Konrad (Universität Tübingen), Korinna Schönhärl (KIT Karlsruhe) und Alfons Weichenrieder (Goethe-Universität und Leibniz-Institut SAFE). Moderiert wird die Veranstaltung von René Höltschi (Neue Zürcher Zeitung). Veranstalter ist das Institut für Bank- und Finanzgeschichte e.V. (IBF).
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Ankündigung Vortrag „Ingenieur-Geist und Geistes-Ingenieure: Ansätze einer KI-Geschichte“ am 17. September 2020, 18.30 Uhr

Der Münchner Informatik-Pionier Friedrich L. Bauer nannte die Informatik in den 1970er Jahren eine „Ingenieur-Geistes- bzw. Geistes-Ingenieurwissenschaft“, weil die von den Informatikern geschriebenen Programme abstrakte immaterielle Objekte sind. Als in den 1950er Jahren in den USA das Forschungsgebiet der Artificial Intelligence entstand, stellten sich die Forscher vor, dass mit dem Ablauf von Computerprogrammen kognitive Prozesse, Denkprozesse, imitiert werden können. Mit einiger Verspätung entstand auch in der Bundesrepublik Deutschland die Forschungsdisziplin "Künstliche Intelligenz". In diesem Vortrag von Prof. Dr. Rudolf Seising (Deutsches Museum München) werden einige Meilen- und Stolpersteine ihrer Entwicklung vorgestellt. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem ZAK im Rahmen des HEiKAexplore-Projektes "Die Zukunft Zeichnen – Technische Bilder als Element historischer Technikzukünfte in der frühen Künstlichen Intelligenz".

Ein Bericht zu dem Workshop, in dessen Rahmen der Vortrag stattfand, findet sich hier.  

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Technisches Kulturerbe virtuell erleben

Die Auswirkungen der Pandemie haben abermals die Vorteile der 3D-Digitalisierung von historischem Kulturerbe aufgezeigt. Durch digitale Dokumentationen und Rekonstruktionen lassen sich wertvolle Zeugnisse der Geschichte unabhängig von Einschränkungen virtuell erleben, vermitteln sowie erforschen.

Im Forschungsprojekt eHeritage hat das Department für Geschichte am KIT-Institut für Technikzukünfte (ITZ) eine Wasserpumpanlage des Unteren Wasserwerkes in Schwetzingen aus dem Jahr 1765 digital erfasst und zu 3D-Modellen aufbereitet. Die virtuellen Modelle sollen der Technikgeschichte als Quellen für die Objektforschung dienen.

Zum digitalen Tag des offenen Denkmals am 13. September 2020 präsentiert die Denkmalpflege Baden-Württemberg 3D-Modelle aus diesem Digitalisierungsprojekt auf Sketchfab (mit VR-Funktion), und informativ zusammengefasst in einem Film.

 

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Rudolf LillJosef Wabinski / CC BY-SA
Das Department für Geschichte trauert um Rudolf Lill

Am 18. Juli verstarb in seiner Heimatstadt Köln der langjährige und prägende Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und neueste Geschichte am Institut für Geschichte der Universität Fridericiana zu Karlsruhe (TH). Lill führte die Tradition von Franz Schnabel weiter und entwickelte die Karlsruher Geschichte zu einer besonderen Verbindung von politischer Neuzeit- und Technikgeschichte, in deren Tradition das Department für Geschichte steht.

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European Review of History 27/3Routledge Taylor & Francis Group
Aktuelle Neuerscheinung: Ole Sparenberg (Hg.), European Review of History: Revue européenne d'histoire

Die Versorgung mit mineralischen Ressourcen ist vor einigen Jahren vor allem im Kontext der Seltenerdmetalle und ihrer Betonung für Hightech-Anwendungen und die Energiewende wieder in die Schlagzeilen gekommen. Die Beiträge dieses von Ole Sparenberg (Karlsruhe) und Matthias Heymann (Aarhus) herausgegebenen Sonderheftes in der Reihe 'European Review of History: Revue européenne d'histoire' (Bd. 27, Ausg. 3) vereinen bewusst Fallstudien aus unterschiedlichen Zeiträumen vom frühen 19. Jh. bis zum späten 20. Jh. und unterschiedlichen Regionen sowie nationaler, transnationaler und internationaler Ebenen. Alle Beiträge fokussieren auf Vorstellungen von knappen und kritischen Ressourcen und fragen dabei u.a. danach, wie Vorstellungen von knappen und kritischen Ressourcen mit weiteren politischen, sozialen, wissenschaftlichen und ökologischen Vorstellungen verbunden waren.

Weitere Informationen
Workshop "Hochschuljubiläen zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft" am KIT, 18./19. Juni 2020

 

Der Workshop knüpft an die Karlsruher Ringvorlesung „Technische Hochschulen. Perspektiven der Universitätsgeschichte“ aus dem Sommer 2018 an und erforscht die Geschichte von Universitäten und Hochschulen anhand ihrer Hochschuljubiläen unter der Perspektive vergangener Gegenwarten und vergangener Zukunftserwartungen. Nähere Informationen finden Sie hier.

Mitteilungen und Veranstaltungshinweise 2020
Titel Personen Datum

03. August 2020

Juni 2020

14. Mai 2020

05. Mai 2020

16.06.2020

Christian Vater,  Silke Zimmer-Merkle

21.09.2020

Dr. Gisela Hürlimann

13./14. November 2020

19.-20. Juni 2020

Prof. Dr. Rolf-Ulrich Kunze

Mi 13.05.2020

Dr. Ole Sparenberg

06. April 2020

Prof. Dr. Rolf-Ulrich Kunze

So. 05.04.2020

Dr. Gisela Hürlimann

26./27. März 2020

23./24. Januar 2020

Prof. Dr. Rolf-Ulrich Kunze

Sonntag, 5.1.2020

 

Im Moment sind keine Stellen am Department für Geschichte ausgeschrieben.

 

Eine Übersicht über ältere Mitteilungen des Instituts für Geschichte finden Sie hier.