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Monographien und Herausgeberschaften

Hier finden Sie Monographien und Herausgeberschaften, die von den Mitgliedern des Instituts für Geschichte seit dem Jahr 2010 veröffentlicht wurden. Zu den älteren Publikationen gelangen Sie hier.

Neuere Publikationen (seit 2010)

Global History
Rolf-Ulrich Kunze: Global History und Weltgeschichte. Quellen, Zusammenhänge, Perspektiven. Stuttgart 2017

 

Die Globale Geschichte ist seit einem Jahrzehnt ein etablierter Teilbereich der Geschichte. Abkehr vom Eurozentrismus der Forschung und Analyse weltgeschichtlicher Entwicklungen zählt zu ihren Grundforderungen. Allein ein Blick in die wichtigen Geschichtswerke des 20. Jahrhunderts zeigt, dass die historische Forschung sich dieser Fragen und Problemfelder sehr wohl bewusst war. Weltgeschichte erscheint so als ein Vorläufer globalgeschichtlicher Ansätze. Das Buch führt auf anschauliche und beispielhafte Weise in die Modelle und Denkstrukturen der Global History ein und macht durch eine umfassende Analyse deutlich, wie sich die Global History entwickelt hat, was darunter zu verstehen ist und welche Perspektiven sich mit dieser neuen Forschungsrichtung verbinden. (Klappentext) Weitere Informationen.

 
Gott_Kirche
Rolf-Ulrich Kunze: „Möge Gott unserer Kirche helfen!“ Theologiepolitik, Kirchenkampf und Auseinandersetzung mit dem NS-Regime: Die Evangelische Landeskirche Badens, 1933-45. Stuttgart u. a. 2015

 

Veröffentlichungen zur badischen Kirchen- und Religionsgeschichte, Band 6.

Die badische Landeskirche war nach ihrer Ausgliederung aus der Reichskirche 1934 die vierte intakte Landeskirche neben den lutherischen Landeskirchen Bayerns, Württembergs und Hannovers. Zu dieser Neubewertung des badischen Falls kommt der Autor vor dem Hintergrund einer Auseinandersetzung mit dem dichten Dokumentations- und Forschungsstand zur Geschichte der Evangelischen Landeskirche Badens in der NS-Zeit sowie pfarrergeschichtlicher Längsschnittuntersuchungen. Das belegt das Einstellungsverhalten der Mehrheit der kirchlich-positiven Pfarrerschaft sowie der Kirchenleitung. (Klappentext) Weitere Informationen.

 
Kunze_Eltern
Rolf-Ulrich Kunze: Das halbe Jahrhundert meiner Eltern. Karlsuhe 2015 (EUKLID Studien, Band 8)

 

Der Titel spielt auf die niederländische Familiengeschichte von Geert Mak an: ,Das Jahrhundert meines Vaters’, eine exemplarische Gesellschafts- und Mentalitätsgeschichte der Niederlande. Daran und an Walter Kempowskis ,Deutscher Chronik’ orientiert sich die ganz andere Familienbiographie von Rudi Kunze (1925–2001) und Gerda Kunze (1926–2010), die zugleich ein hollywoodfähiger Filmplot und eine charakteristische deutsche Geschichte im halben Jahrhundert des Weltbürgerkriegs war. (Klappentext) Weitere Informationen.

 
Weber Technikgeschichte
Heike Weber (Hrsg.): „Entschaffen“: Reste und das Ausrangieren, Zerlegen und Beseitigen des Gemachten. Sonderheft, Technikgeschichte 81 (1), Baden-Baden 2014

 

TECHNIKGESCHICHTE ist die deutschsprachige Fachzeitschrift für technikhistorische Forschung. Im Jahr 1909 als »Jahrbuch Technikgeschichte« begründet, ist die Zeitschrift heute das traditionsreichste deutsche Fachperiodikum, das sich dem gesamten Fachgebiet der Technikgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart widmet.

TECHNIKGESCHICHTE veröffentlicht Originalbeiträge über die geschichtliche Entwicklung der Technik in ihren wissenschaftlichen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhängen.

TECHNIKGESCHICHTE wendet sich mit ihrem interdisziplinären Konzept nicht nur an Technikforscher/innen und Technikhistoriker/innen, sondern auch an Sozialwissenschaftler/innen aller Teildisziplinen, an Akteure der technischen Entwicklung u.a. in Verbänden, Unternehmen und der Politik sowie an interessierte Laien, die den technisch-sozialen Wandel in seiner Einbindung in den historischen Prozess reflektieren wollen.

TECHNIKGESCHICHTE informiert umfassend über die aktuelle technikgeschichtliche Forschung: durch einen umfangreichen Besprechungsteil mit Rezensionen deutsch- und fremdsprachiger Literatur zum Thema, durch Museums- und Ausstellungsbesprechungen und eine regelmäßige Zeitschriftenschau mit Hinweisen zu themenbezogenen Aufsätzen in anderen Zeitschriften, auch international. (Infotext) Weitere Informationen.

 
Close Readings
Rolf-Ulrich Kunze: Close Readings - Kulturgeschichtliche Interpretationen zu Bildern der wissenschaftlich-technischen Zivilisation. Karlsruhe 2014 (Karlsruher Studien Technik und Kultur, Band 7)

 

In den Essays dieses Bandes zu Bildern der wissenschaftlich-technischen Zivilisation im 19. und 20. Jahrhundert geht es um Annäherungen an die sozialen Konstruktionen einer Faszinationsgeschichte der Technik. Sie sind ein Beitrag zur Etablierung des Felds der Historischen Technikakzeptanzforschung am KIT. Die besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Mobilitätsgeschichte. (Klappentext) Weitere Informationen.

 
Weber_ContemporaryHistory
Heike Weber, Ruth Oldenziel (Hrsg.): Recycling and Re-use in the Twentieth Century. Special Issue, Contemporary European History 22 (3), Cambridge 2013

 

Contemporary European History covers the history of Eastern and Western Europe, including the United Kingdom, from 1918 to the present. By combining a wide geographical compass with a relatively short time span, the journal achieves both range and depth in its coverage. It is open to all forms of historical inquiry - including cultural, economic, international, political and social approaches - and welcomes comparative and transnational analysis. One issue per year explores a broad theme under the guidance of a guest editor. The journal regularly features contributions from scholars outside the Anglophone community and acts as a channel of communication between European historians throughout the continent and beyond it. (Infotext) Weitere Informationen.

 
Popplow_Technikgeschichte
Marcus Popplow, Dagmar Schäfer (Hrsg.): Globalisierung, Kulturvergleich und Kulturkontakt als Herausforderung für die Technikgeschichte. Sonderheft, Technikgeschichte 80 (1), Baden-Baden 2013

 

TECHNIKGESCHICHTE ist die deutschsprachige Fachzeitschrift für technikhistorische Forschung. Im Jahr 1909 als »Jahrbuch Technikgeschichte« begründet, ist die Zeitschrift heute das traditionsreichste deutsche Fachperiodikum, das sich dem gesamten Fachgebiet der Technikgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart widmet.

TECHNIKGESCHICHTE veröffentlicht Originalbeiträge über die geschichtliche Entwicklung der Technik in ihren wissenschaftlichen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhängen.

TECHNIKGESCHICHTE wendet sich mit ihrem interdisziplinären Konzept nicht nur an Technikforscher/innen und Technikhistoriker/innen, sondern auch an Sozialwissenschaftler/innen aller Teildisziplinen, an Akteure der technischen Entwicklung u.a. in Verbänden, Unternehmen und der Politik sowie an interessierte Laien, die den technisch-sozialen Wandel in seiner Einbindung in den historischen Prozess reflektieren wollen.

TECHNIKGESCHICHTE informiert umfassend über die aktuelle technikgeschichtliche Forschung: durch einen umfangreichen Besprechungsteil mit Rezensionen deutsch- und fremdsprachiger Literatur zum Thema, durch Museums- und Ausstellungsbesprechungen und eine regelmäßige Zeitschriftenschau mit Hinweisen zu themenbezogenen Aufsätzen in anderen Zeitschriften, auch international. (Infotext) Weitere Informationen.

 
Auto
Kurt Möser, Marcus Popplow, Elke Uhl (Hrsg.): Das Auto. Kultur. Geschichte. Stuttgart 2013 (IZKT Materialien, Band 11)

 

Der vorliegende Band beleuchtet die kulturelle Dimension des Automobils in Geschichte und Gegenwart. In seinen Beiträgen verschränken sich in je unterschiedlicher Weise Automobilkultur, Kultur- und Automobilgeschichte. Thema ist weniger, wie Menschen Autos in immer neuen technischen Varianten bauen. Thema ist vielmehr, wie Menschen mit Autos, mit denen sie in der Moderne unausweichlich konfrontiert sind, umgehen, auf sie reagieren und mit ihnen leben. Vielleicht sind die Beiträge, wenn auch weniger explizit, sogar umgekehrt dem auf der Spur, was diese Automobile eigentlich mit den Menschen als ihren ständigen Gefährten machen.
Die hier zu solchen und anderen Fragen versammelten Beiträge gehen auf zwei IZKT-Veranstaltungsreihen anlässlich des baden-württembergischen „Automobilsommers“ 2011 zurück. (Klappentext) Weitere Informationen.

 
Lattmann
Anton F. Guhl: Johannes August Lattmann. Sozial und liberal im vordemokratischen Hamburger Senat. Hamburg 2013 (Mäzene für Wissenschaft, Band 14)

 

Johannes August Lattmann spielte eine besondere Rolle in der politischen Kultur Hamburgs. Als Kaufmann ging er zwei Jahrzehnte nach Übersee und stieg zum Teilhaber des New Yorker Handelshauses Gustav Amsinck & Co. auf. Zurück in Hamburg machte er durch großzügige Stiftungen von sich reden. 1907 zählte er zu den Donatoren der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung, deren Kuratorium er in späteren Jahren angehörte. Seine Wahl zum Senator 1912 war ein Novum und wurde nur durch ein Bündnis von liberalem Bürgertum und Sozialdemokratie möglich. Lattmann befürwortete ein plurales Nebeneinander von politischen Standpunkten und Konfessionen, trat für ein gleiches Wahlrecht ein und arbeitete mit Protagonistinnen der Frauenbewegung zusammen. Als er 1919 aus dem Senat schied, wurde er Manager der neu gegründeten Warentreuhand, um für die deutsche Wirtschaft verlorenen Kredit wiederherzustellen. (Klappentext) Weitere Informationen.

 
Universitaetsgeschichte
Anton F. Guhl, Malte Habscheidt, Alexandra Jaeger (Hrsg.): Gelebte Universitätsgeschichte. Erträge jüngster Forschung – Eckart Krause zum 70. Geburtstag. Hamburg 2013 (Hamburger Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte, Sonderband)

 

Die Beiträge der Festschrift präsentieren neue Forschungen zur Geschichte der Hamburger Universität: Sie stellen bisher kaum rezipierte Quellen wie Universitätszeitungen, Magisterarbeiten und studentische Flugblätter vor, gehen langfristigen Hochschulentwicklungen nach, liefern neue Erkenntnisse zur Wissenschaft im Nationalsozialismus und untersuchen Konflikte um »1968«. Der Nachdruck eines zentralen Textes von Eckart Krause, ein Beitrag über Werk und Wirken des Geehrten sowie Vorworte der Hamburger Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt und des Universitäts-Vizepräsidenten Holger Fischer runden den Band ab. (Klappentext) Weitere Informationen.

 
Materialproben
Rolf-Ulrich Kunze: Meine Materialproben. Beiträge zur historischen Erzählung sozialer und soziotechnischer Konstruktionen im 20. Jahrhundert. Karlsruhe 2013 (Technikdiskurse. Karlsruher Studien zur Technikgeschichte, Band 11)

 

Materialprobe ist wörtlich zu verstehen. Die Essays aus dem Bereich der historischen Technikakzeptanzforschung prüfen die Beschaffenheit von Artefakten und Vorstellungen von Dingwelten auf ihren Wert als Quelle historischer Darstellung. Der Alltag und die Dinge in unserer Nähe stehen dabei im Vordergrund. Das erkenntnisleitende Interesse ist es, beschreibend den Dingen auf die Spur zu kommen, wie sie uns nahe sind. (Klappentext) Weitere Informationen.

 
Langeoog
Rolf-Ulrich Kunze: Langeoog. Eine historische Erzählung, 1930–1980. Karlsruhe 2013 (Technikdiskurse. Karlsruher Studien zur Technikgeschichte, Band 10)

 

Wer Nordsee sagt, meint Langeoog, heißt es auf einem Werbeprospekt für 1931/32. Aber wofür steht Langeoog? Welche sozialen Konstruktionen haben sich zwischen den 1930er und 1980er Jahren mit der Insel verbunden? Wer waren ihre Träger und was waren deren Vorstellungen von Nordseeurlaub? Was wandelt sich daran vor, während und nach dem Nationalsozialismus? Diesen Fragen gehen die erzählenden Essays zu ausgewählten Aspekten der Sozial- und Mentalitätsgeschichte Langeoogs im 20. Jahrhundert nach. (Klappentext) Weitere Informationen.

 
TechnikDu
Rolf-Ulrich Kunze: Mit der Technik auf du. Technik als soziale Konstruktion und kulturelle Repräsentation, 1930–1970. Karlsruhe 2012 (Technikdiskurse. Karlsruher Studien zur Technikgeschichte, Band 9)

 

Die Technikessays erschließen Bildquellen für die kontextualisierende, sozialkonstruktivistische Kulturgeschichte der Technik, die bislang noch wenig oder gar nicht Gegenstand historischer Betrachtung waren: u. a. Graphiken von Carl G. Evers aus den 1950er Jahren, amerikanische und deutscher Modellbahnzeitschriften und ein Verkehrsbilderbuch. Das erkenntnisleitende Interesse ist die (Wieder-)Sichtbarmachung von Technik, die wir gar nicht oder nicht mehr als Technik wahrnehmen. (Klappentext) Weitere Informationen.

 
Wankel
Marcus Popplow: Felix Wankel. Mehr als ein Erfinderleben. Erfurt 2011

 

Der Name Felix Wankel ist untrennbar mit der Erfindung des Kreiskolbenmotors verbunden: Er machte den leidenschaftlichen Maschinenträumer (Wankel über Wankel) in den 1960er-Jahren weltberühmt. Fasziniert von der Welt der Technik widmete er sich ein Leben lang konzentriert seinen Visionen der Wankelmotor wurde für Automobilfirmen rund um den Globus zur unbequemen Herausforderung.
Erstmals würdigt nun der Historiker Marcus Popplow Felix Wankel in einer Biografie, die auch den bislang wenig bekannten Phasen seines Lebens nachspürt. Neue Erkenntnisse lieferten umfassende Quellenrecherchen, unter anderem im Archiv des Technoseum in Mannheim, das den Nachlass des Erfinders verwahrt.
Wankel liebte das Erfinden, doch er wollte mehr als nur Erfinder sein. Der politische Wankel engagierte sich als junger Mann für völkisch-nationalsozialistische Ziele, kritisierte nach seinem großen Erfolg immer wieder öffentlich die Automobilindustrie für ihren mangelnden Wagemut und setzte sich offensiv für den Tierschutz ein.
Mit dem unbeirrten Festhalten an seinen Ideen war der Autodidakt Felix Wankel sein Leben lang ein Außenseiter was letztlich auch für sein zurückgezogenes Privatleben galt. Diese reich illustrierte Biografie zeichnet den Weg einer ebenso spannungsvollen wie rätselhaften Persönlichkeit nach. (Klappentext)

Hinweis: Diese Publikation ist vergriffen.

 
Grauzonen
Kurt Möser: Grauzonen der Technikgeschichte. Karlsruhe 2011 (Technikdiskurse. Karlsruher Studien zur Technikgeschichte, Band 6)

 

Die Essays behandeln scheinbare Nebenthemen technikhistorischer Forschung, von Materialgeschichten der Techniknostalgie, die Technisierung des Himmels Maschinensensibilitäten wie das Balancieren und die Belastungen der Piloten, eine Interpretation des Kaputtgehens, die Luxusökonomie der Pferde, bis hin zu Überlegungen zu einer Technikgeschichte des Körpers und zu neuen Strategien für das museale Sammeln von Alltagstechnik.Verschränkt werden persönliche mit methodischen Neuansätzen. (Klappentext) Weitere Informationen.

 
Spurweiten
Rolf-Ulrich Kunze: Spurweiten. Technik, Geschichte, Identität u.a. in H0, Normalspur und 1000 mm. Karlsruhe 2011 (Technikdiskurse. Karlsruher Studien zur Technikgeschichte, Band 4)

 

Quellenerschließung ist das Hauptanliegen dieser sozialkonstruktivistischen Essays. Sie behandeln u.a. die Eisenbahn-Spurweiten, die für die Technikbiographie des Verfassers relevant waren und es möglicherweise für andere Biographien auch sind. Das Persönliche im Strukturellen zu kontextualisieren, Techniksozialisation und -faszination in der späten Massenkonsumgesellschaft sichtbar zu machen, ist das Ziel dieser Reflexionen, die sich an der angloamerikanischen Historiographie orientieren. (Klappentext) Weitere Informationen.

 
Technik im MA
Marcus Popplow: Technik im Mittelalter. München 2010

 

An kaum einem Bereich der mittelalterlichen Welt ging der technische Fortschritt spurlos vorüber – mochte es sich dabei um die Kunst des Uhrmacherhandwerks, um die Mühlentechnik, das Bauwesen, die Waffentechnik oder die Schwarze Kunst des Buchdrucks handeln. 
Marcus Popplow bietet einen kompetenten Überblick über die Geschichte der mittelalterlichen Technik, über Fortschritt und Widerstände, über Techniktransfer und die Rolle des Handwerks und über vieles andere mehr, das in diesem Zusammenhang zu wissen lohnt. (Klappentext) Weitere Informationen.

 
Landschaften
Marcus Popplow (Hrsg.): Landschaften agrarisch-ökonomischen Wissens. Strategien innovativer Ressourcennutzung in Zeitschriften und Sozietäten des 18. Jahrhunderts. Münster, New York 2010

 

Cottbuser Studien zur Geschichte von Technik, Arbeit und Umwelt, Band 30

Natürliche Ressourcen durch den Aufbau einer systematischen Wissensbasis möglichst umfassend nutzen zu können: Das war das Ziel der Ökonomischen Sozietäten des 18. Jahrhunderts, die europaweit Verwaltungsbeamte, Gelehrte, Landbesitzer und Geistliche vereinten. Die Palette ihrer Aktivitäten war vielschichtig. Die Aufnahme ökonomischer Basisdaten eines Territoriums gehörte dazu ebenso wie die Anlage landwirtschaftlicher Versuchsflächen oder die Ausschreibung von Preisfragen, beispielsweise zur Einführung neuer Gewerbepflanzen oder dem Schutz vor Viehseuchen. Entsprechende Erkenntnisse wurden umfassend in gelehrten ebenso wie in volksaufklärerischen Medien publiziert.
Der wissensbasierte Zugriff der Ökonomischen Sozietäten auf pflanzliche und tierische Ressourcen formierte sich in einer Epoche, die immer wieder mit Hungersnöten konfrontiert war, jedoch zugleich den Weg in die Konsumgesellschaft beschritt. Die in diesem Kontext entwickelten Strategien sollten in vieler Hinsicht wegweisend für Modernisierungsprozesse des 19. und 20. Jahrhunderts werden.
Dieser Band geht auf eine gemeinsame Tagung des Lehrstuhls Technikgeschichte der BTU Cottbus und des Forschungszentrums Europäische Aufklärung in Potsdam zurück. Die Fallstudien zu einzelnen Sozietäten und ihren Publikationen behandeln Aspekte der Umwelt- und Agrargeschichte ebenso wie solche der Medien-, Wissenschafts- und Aufklärungsgeschichte und eröffnen damit ein interdisziplinäres Forschungsfeld. (Klappentext) Weitere Informationen.

 
Symbiosen
Rolf-Ulrich Kunze: Symbiosen, Rituale, Routinen: Technik als Identitätsbestandteil. Essays zur Technikakzeptanz der 1920er bis 1960er Jahre. Karlsruhe 2010 (Technikdiskurse. Karlsruher Studien zur Technikgeschichte, Band 3)

 

Die sozialkonstruktivistischen Essays über Technikrituale und Technikakzeptanz bieten an ausgewählten Beispielen und Quellen der 1920er bis 1960er Jahre einen Blick auf einige, zum Teil bislang wenig beachtete Quellenformen aus der Nähe, getragen von dem erkenntnisleitenden Interesse an ihrer identitätsstiftenden, also soziokulturellen Bedeutung, ihrem sozialen Leben in unserem Leben. Dabei geht es um eine Umsetzung der Ansätze der social construction of technology (SCOT). (Klappentext) Weitere Informationen.

 
Techniknostalgie
Andreas Böhn, Kurt Möser (Hrsg.): Techniknostalgie und Retrotechnologie. Karlsruhe 2010 (Karlsruher Studien Technik und Kultur, Band 2)

 

Nostalgie wurde bisher als allgemeine kulturelle Erscheinung, aber kaum in ihrer Relation zur technologischen Entwicklung betrachtet. Der Band enthält neben Beiträgen zur Relevanz von alten Technologien Analysen zu drei technischen Feldern: Mobilität (Auto und Bahn), Architektur und Städtebau (reale und virtuelle Retro-Räume, Historismen in Konstruktion und Design sowie postapokalyptische nostalgiegeladene Utopien) und technische Medien (Photographie, Film und Videospiele). (Klappentext) Weitere Informationen.