Willkommen am Department für Geschichte

Über uns

Das Department für Geschichte am KIT hat in Forschung und Lehre zwei Schwerpunkte: Die Kulturgeschichte von Technik und Umwelt einerseits sowie die Politische und die Allgemeine Geschichte andererseits. Unsere Lehre bieten wir im Studiengang „Europäische Kultur und Ideengeschichte“ sowie für andere Fächer aus den Geistes- und Technikwissenschaften an.
 
In der Kulturgeschichte der Technik liegt ein Schwerpunkt auf der Mobilitätsgeschichte. Weitere Themen sind die Geschichte technischen Wissens und des Ingenieurberufes. Besonderes Interesse gilt der praxisorientierten Vermittlung technikhistorischen Wissens. Die Politische Geschichte konzentriert sich auf die Geschichte Europas im 19. und 20. Jahrhundert. Weitere aktuell verfolgte Forschungsthemen sind u.a. die Hochschulgeschichte und die Familiengeschichte. Darüber hinaus sind wir Ansprech- und Kooperationspartner für historische Themen am KIT sowie in Stadt und Region Karlsruhe, insbesondere für die Medien.

Als Teilinstitut des Instituts für Technikzukünfte bringen wir Forschungsergebnisse der Technik- und Umweltgeschichte in gesellschaftliche Debatten um Zukunftsfragen ein. „Technikzukünfte“ definieren wir als die Arten und Weisen, wie Gesellschaften über den zukünftigen Einsatz von Technik kommunizieren - ob sprachlich, durch Bilder oder über Emotionen. Die historische Perspektive deckt damit langfristige Kontinuitäten oder Brüche in der Kommunikation über zukünftige technische Entwicklungen auf.

Aktuelles

Ankündigung: Web Seminar Tax Compliance am Montag, 19. Oktober 2020, 16.15 - 17.45 Uhr

Unter dem Titel "Tax Compliance: historische Entwicklungen, rechtliche Grenzen und zukünftige Herausforderungen" hält Prof. Dr. Alfons Weichenrieder (Goethe-Universität und Leibniz-Institut SAFE) einen Impulsvortrag mit dem Thema "Steuermoral, Steueroasen und der schmale Grat zwischen Steuergestaltung und -hinterziehung”. Die anschließende Podiumsdiskussion fragt unter anderem nach dem Einfluss von Steueroasen auf die internationale Steuerplanung und Steuerhinterziehung. Inwiefern kann internationaler Informationsaustausch die Compliance erhöhen und Steuergestaltungen eindämmen? Es diskutieren: Uwe Eppler (Norton Rose Fulbright), Christine Osterloh-Konrad (Universität Tübingen), Korinna Schönhärl (KIT Karlsruhe) und Alfons Weichenrieder (Goethe-Universität und Leibniz-Institut SAFE). Moderiert wird die Veranstaltung von René Höltschi (Neue Zürcher Zeitung). Veranstalter ist das Institut für Bank- und Finanzgeschichte e.V. (IBF).
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Aktuelle Neuerscheinung: Korinna Schönhärl, European Investment in Greece in the Nineteenth Century. A Behavioural Approach to Financial History

Financial business in Greece was led by banks from Switzerland, France, Great Britain, Bavaria and – after 1871 – the German Empire; this sets the geographical framework for the investors. In terms of the area of investments, research is limited to the territory of the Greek state, which slowly increased in size throughout the nineteenth century. ‘Classic’ banking history would tend to focus on profit rates and risk premiums when answering this question. Traditional accounts of banking history assume that nineteenth-century bankers adopted a utility maximisation approach to investment projects and assessed the potential profits in order to decide whether to accept or reject a specific project. The majority of European bankers perceived Greece as a potential financial market, albeit a risky one. However, pronounced contrasts in Western European perceptions of the country render it particularly interesting with regard to the cultural dimension of financial transfers.

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Aktuelle Neuerscheinung: Ole Sparenberg (Hg.), European Review of History: Revue européenne d'histoire

Die Versorgung mit mineralischen Ressourcen ist vor einigen Jahren vor allem im Kontext der Seltenerdmetalle und ihrer Betonung für Hightech-Anwendungen und die Energiewende wieder in die Schlagzeilen gekommen. Die Beiträge dieses von Ole Sparenberg (Karlsruhe) und Matthias Heymann (Aarhus) herausgegebenen Sonderheftes in der Reihe 'European Review of History: Revue européenne d'histoire' (Bd. 27, Ausg. 3) vereinen bewusst Fallstudien aus unterschiedlichen Zeiträumen vom frühen 19. Jh. bis zum späten 20. Jh. und unterschiedlichen Regionen sowie nationaler, transnationaler und internationaler Ebenen. Alle Beiträge fokussieren auf Vorstellungen von knappen und kritischen Ressourcen und fragen dabei u.a. danach, wie Vorstellungen von knappen und kritischen Ressourcen mit weiteren politischen, sozialen, wissenschaftlichen und ökologischen Vorstellungen verbunden waren.

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Ankündigung Vortrag „Ingenieur-Geist und Geistes-Ingenieure: Ansätze einer KI-Geschichte“ am 17. September 2020, 18.30 Uhr

Der Münchner Informatik-Pionier Friedrich L. Bauer nannte die Informatik in den 1970er Jahren eine „Ingenieur-Geistes- bzw. Geistes-Ingenieurwissenschaft“, weil die von den Informatikern geschriebenen Programme abstrakte immaterielle Objekte sind. Als in den 1950er Jahren in den USA das Forschungsgebiet der Artificial Intelligence entstand, stellten sich die Forscher vor, dass mit dem Ablauf von Computerprogrammen kognitive Prozesse, Denkprozesse, imitiert werden können. Mit einiger Verspätung entstand auch in der Bundesrepublik Deutschland die Forschungsdisziplin "Künstliche Intelligenz". In diesem Vortrag von Prof. Dr. Rudolf Seising (Deutsches Museum München) werden einige Meilen- und Stolpersteine ihrer Entwicklung vorgestellt. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem ZAK im Rahmen des HEiKAexplore-Projektes "Die Zukunft Zeichnen – Technische Bilder als Element historischer Technikzukünfte in der frühen Künstlichen Intelligenz".

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Technisches Kulturerbe virtuell erleben

Die Auswirkungen der Pandemie haben abermals die Vorteile der 3D-Digitalisierung von historischem Kulturerbe aufgezeigt. Durch digitale Dokumentationen und Rekonstruktionen lassen sich wertvolle Zeugnisse der Geschichte unabhängig von Einschränkungen virtuell erleben, vermitteln sowie erforschen.

Im Forschungsprojekt eHeritage hat das Department für Geschichte am KIT-Institut für Technikzukünfte (ITZ) eine Wasserpumpanlage des Unteren Wasserwerkes in Schwetzingen aus dem Jahr 1765 digital erfasst und zu 3D-Modellen aufbereitet. Die virtuellen Modelle sollen der Technikgeschichte als Quellen für die Objektforschung dienen.

Zum digitalen Tag des offenen Denkmals am 13. September 2020 präsentiert die Denkmalpflege Baden-Württemberg 3D-Modelle aus diesem Digitalisierungsprojekt auf Sketchfab (mit VR-Funktion), und informativ zusammengefasst in einem Film.

 

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Rudolf LillJosef Wabinski / CC BY-SA
Das Department für Geschichte trauert um Rudolf Lill

Am 18. Juli verstarb in seiner Heimatstadt Köln der langjährige und prägende Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und neueste Geschichte am Institut für Geschichte der Universität Fridericiana zu Karlsruhe (TH). Lill führte die Tradition von Franz Schnabel weiter und entwickelte die Karlsruher Geschichte zu einer besonderen Verbindung von politischer Neuzeit- und Technikgeschichte, in deren Tradition das Department für Geschichte steht.

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Rolf-Ulrich Kunze im BNN-Interview: „Das Ausmaß des Grauens in Hiroshima ist nicht vorstellbar”

Zum 75. Mal jähren sich die Atombombenabwürfe vom 06. und 09. August 1945 über Hiroshima und Nagasaki. Im Gespräch mit der BNN weist Rolf-Ulrich Kunze, Professor für Neuere und Neueste Geschichte am KIT, auf die ethische Dauerverpflichtung Forschender zur Reflexion über den Einsatz von Massenvernichtungswaffen hin. Der Artikel „Das Ausmaß des Grauens in Hiroshima ist nicht vorstellbar” ist am 03. August 2020 erschienen und über den folgenden Link nachzulesen.

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Christian Vater im Interview: Technikangst - „Ein kritischer Blick kann zu mehr Sorgfalt führen“

 

Zu Fragen nach den Gegebenheiten in Deutschland, was die Entwicklung neuer Technologien in ihren unterschiedlichen Ausformungen anbelangt, gibt Christian Vater, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Department für Geschichte, in dem Beitrag "Technikangst - 'Ein kritischer Blick kann zu mehr Sorgfalt führen'" eine Einschätzung. Das Interview ist auf den Webseiten des Goethe-Institutes in deutscher und englischer Sprache verfügbar.

Workshop "Hochschuljubiläen zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft" am KIT, 18./19. Juni 2020

 

Der Workshop knüpft an die Karlsruher Ringvorlesung „Technische Hochschulen. Perspektiven der Universitätsgeschichte“ aus dem Sommer 2018 an und erforscht die Geschichte von Universitäten und Hochschulen anhand ihrer Hochschuljubiläen unter der Perspektive vergangener Gegenwarten und vergangener Zukunftserwartungen. Nähere Informationen finden Sie hier.

Aktuelle Neuerscheinung: Rolf-Ulrich Kunze, Reflexionen zur Zeitgeschichte.

 

In seinem Essay-Band Reflexionen zur Zeitgeschichte. Subjekt und Methodik, Kohlhammer, Stuttgart 2020, 176 S., widmet Prof. Dr. Rolf-Ulrich Kunze sich den folgenden, gesamtgesellschaftlich relevanten Fragen: Wann scheitert eine Demokratie? Wie muss sich die politische Bildung weiterentwickeln, um den neuen Herausforderungen erfolgreich begegnen zu können? Wird unser Geschichtsbild von der Globalisierung beeinflusst? Dabei bezieht er in der aktuellen Debatte zum historischen Materialismus Stellung und erörtert die vielfach bizarre Beziehung zwischen Menschen und Dingen. Weitere Informationen

Prof. Dr. Rolf-Ulrich Kunze im Interview: Verschwörungstheorien in der Pandemie

 

Eine zeitgeschichtliche Einschätzung der derzeitigen Verschwörungstheorien und Proteste gegen die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung gibt Prof. Dr. Rolf-Ulrich Kunze vom KIT-Department für Geschichte im Interview mit den Badischen Neuesten Nachrichten. Dabei geht es auch um die Rolle von verschwörungstheoretischem Denken in Nationalismus und Faschismus. Der Beitrag ist online verfügbar.

Einen Fernseh-Beitrag mit Prof. Dr. Kunze zu diesem Thema sendete Baden-TV am 14. Mai 2020 (Min.13:48).

Prof. Dr. Kurt Möser im SWR2-Gespräch: „Autoindustrie im Kanzleramt: Abwrackprämie ökologisch sinnlos“

 

Ist eine Abwrackprämie aus ökologischer Sicht sinnvoll? Sollten überhaupt staatliche Subventionen an die Autoindustrie in Aussicht gestellt werden? Wie sieht es mit der Recycelbarkeit von E-Autos aus? Diese und weitere Fragen erörtert Prof. Dr. Kurt Möser, Technik-Historiker am Department für Geschichte des KIT, im Interview mit dem SWR2. Aktueller Anlass ist das Spitzentreffen der Autoindustrie im Kanzleramt am 05.05.2020.

Das Gespräch wurde am 05. Mai 2020 im SWR2 gesendet und kann als Audiodatei nachgehört werden.

News-Archiv

Eine Übersicht über ältere Mitteilungen des Departments für Geschichte finden Sie hier.