Wissenschaft, Technik und Krieg im 20. Jahrhundert

Inhalt

Die wachsende Relevanz kriegswichtiger Forschung prägte seit dem Ersten Weltkrieg ganz entscheidend die Entwicklung moderner Wissenschaft und Technologie. Großforschungseinrichtungen und moderne Versuchsanstalten wurden kontinuierlich ausgebaut. Die Arbeit für Militär und Rüstungsindustrie erschloss Forschern und Ingenieuren immense Ressourcen. Zugleich mussten sie sich aber auch mit der Politisierung ihrer Arbeit, Geheimhaltungsforderungen sowie den zivilisatorischen Folgen moderner Waffentechnik und den daraus erwachsenen ethischen Dilemmata auseinandersetzen. Friedensinitiativen und Selbstverpflichtungen zu rüstungsfreier Forschung sind daher ebenso Teil der Geschichte moderner Wissenschaften.

Vor dem Hintergrund aktueller Debatten um Rüstungsforschung an deutschen Hochschulen werden im Seminar an ausgewählten historischen Beispielen aus den beiden Weltkriegen (Giftgas, der Luftfahrt, der Materialforschung, der Atomforschung, Prothetik usw.) Bedingungen, Handlungsspielräume und Konsequenzen von militärisch relevanter Forschung für Wissenschaft und Technologieentwicklung diskutiert und reflektiert.

 

Studienleistungen:

Um 4 LP zu erhalten, müssen Sie einen mündlichen Input und einen schriftlichen Kommentar zu einer Sitzung erstellen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Das Seminar ist auf 25 Teilnehmer:innen begrenzt. Bitte melden Sie sich auf ILIAS auf für das Seminar bis zum 20. April 2026 an.

 

Einführende Literatur:

Rüdiger Hachtmann: „Rauher Krieg“ und „friedliche Forschung“? Zur Militarisierung der Wissenschaften und zur Verwissenschaftlichung des Krieges im 19. und 20. Jahrhundert. In: Matthias Berg u.a. (Hg.): Mit Feder und Schwert. Militär und Wissenschaft – Wissenschaftler und Krieg. Stuttgart 2009, S. 25–55.

VortragsspracheDeutsch
Organisatorisches

für Maschinenbaustudierende