Alltag unter Hitler: Anpassung, Verstrickung, Resilienz
- type: Vorlesung (V)
- chair: Philosophie
- semester: WS 26/27
-
time:
Mi. 28.10.2026
11:30 - 13:00, wöchentlich
30.91 Raum 016
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Mi. 04.11.2026
11:30 - 13:00, wöchentlich
30.91 Raum 016
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Mi. 11.11.2026
11:30 - 13:00, wöchentlich
30.91 Raum 016
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Mi. 18.11.2026
11:30 - 13:00, wöchentlich
30.91 Raum 016
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Mi. 25.11.2026
11:30 - 13:00, wöchentlich
30.91 Raum 016
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Mi. 02.12.2026
11:30 - 13:00, wöchentlich
30.91 Raum 016
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Mi. 09.12.2026
11:30 - 13:00, wöchentlich
30.91 Raum 016
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Mi. 16.12.2026
11:30 - 13:00, wöchentlich
30.91 Raum 016
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Mi. 23.12.2026
11:30 - 13:00, wöchentlich
30.91 Raum 016
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Mi. 13.01.2027
11:30 - 13:00, wöchentlich
30.91 Raum 016
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Mi. 20.01.2027
11:30 - 13:00, wöchentlich
30.91 Raum 016
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Mi. 27.01.2027
11:30 - 13:00, wöchentlich
30.91 Raum 016
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Mi. 03.02.2027
11:30 - 13:00, wöchentlich
30.91 Raum 016
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Mi. 10.02.2027
11:30 - 13:00, wöchentlich
30.91 Raum 016
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Mi. 17.02.2027
11:30 - 13:00, wöchentlich
30.91 Raum 016
30.91 Franz-Schnabel-Haus
- lecturer: Prof. Dr. Rolf-Ulrich Kunze
- sws: 2
- lv-no.: 5012008
- information: Präsenz
| Inhalt | Inzwischen gibt es in den Familien und in der Gesellschaft fast keine Zeitzeug:innen mehr, die eigene Erinnerungen an den Nationalsozialismus haben. Die Folge dieser Historisierung wird unter anderem darin besonders spürbar, dass die Interdependenz von Alltag und Herrschaft in der NS-Zeit immer schwerer vorstellbar ist. Vieles in den Quellen zum Führerstaat und zur ,Volksgemeinschaft’ wirkt daher eigenartig fern und unverständlich. Die Emotionalität und Psychologie von „Verführung und Gewalt“ (Hans-Ulrich Thamer) erscheint mit weiterem Abstand nur noch irrational und als die fremde Geschichte der anderen. Die Vorlesung bemüht sich in Anknüpfung an die Collage-Technik von Walter Kempowski die Graustufigkeit des Alltags unter Hitlers Herrschaft exemplarisch sichtbar zu machen, um ein besseres Verständnis von Wahrnehmungs- und Handlungsspielräumen des Einzelnen zu ermöglichen. Die offene Leitfrage ist die sehr einfache jedes Zeitzeug:innengesprächs: Wie war das eigentlich? Auf diese Weise soll die NS-Geschichte als eigene Geschichte erkennbar werden.
Lit.: Karl Dietrich Bracher, Die deutsche Diktatur. Entstehung, Struktur, Folgen des Nationalsozialismus, Köln/Berlin 1969; Michael Burleigh, Die Zeit des Nationalsozialismus, Eine Gesamtdarstellung, Frankfurt am Main 2000; Jörg Echternkamp, Das Dritte Reich. Diktatur, Volksgemeinschaft, Krieg, München 2018 (OGG Bd. 45); Enzyklopädie des Nationalsozialismus, hg, v, Wolfgang Benz Hermann Graml, Hermann Weiß, Stuttgart 1997; Sebastian Haffner, Anmerkungen zu Hitler, München 1978; Eberhard Jäckel, Hitlers Herrschaft. Vollzug einer Weltanschauung, Stuttgart 1986; ders., Hitlers Weltanschauung. Entwurf einer Herrschaft, Stuttgart 1981; Walter Kempowski, Das Echolot. Ein kollektives Tagebuch, 1943–1945, 10 Bde., München 1993–2005; ders., Haben Sie davon gewußt? Deutsche Antworten (Die deutsche Chronik VI), München 1979; ders., Tadellöser & Wolff. Ein bürgerlicher Roman, München 1971; Peter Longerich, Politik der Vernichtung. Eine Gesamtdarstellung der nationalsozialistischen Judenverfolgung, München/Zürich 1998.
Studienleistung: Inhaltliche Zusammenfassung (gegliederter wiss. Text mit Fußnoten) von drei Leitthemen der Vorlesung im Umfang von 4-5 Seiten (LAS GdG Major & Minor PolG I & II; BA Euklid & Geschichte Nebenfach PolG II), die u. a. auf drei in der Vorlesung genannte Literaturhinweise eingeht (BA Euklid & Geschichte Nebenfach PolG I: 3-4 S.) bitte bis 28.02.2027 per Mail an rolf-ulrich.kunze@kit.edu.
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| Vortragssprache | Deutsch |