Geisteswissenschaften in der Zeit des Nationalsozialismus
- type: Oberseminar (OS)
- chair: Geschichte
- semester: SS 2026
-
time:
Do. 23.04.2026
09:45 - 11:15, wöchentlich
30.91 Raum 012
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Do. 30.04.2026
09:45 - 11:15, wöchentlich
30.91 Raum 012
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Do. 07.05.2026
09:45 - 11:15, wöchentlich
30.91 Raum 012
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Do. 21.05.2026
09:45 - 11:15, wöchentlich
30.91 Raum 012
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Do. 11.06.2026
09:45 - 11:15, wöchentlich
30.91 Raum 012
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Do. 18.06.2026
09:45 - 11:15, wöchentlich
30.91 Raum 012
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Do. 25.06.2026
09:45 - 11:15, wöchentlich
30.91 Raum 012
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Do. 02.07.2026
09:45 - 11:15, wöchentlich
30.91 Raum 012
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Do. 09.07.2026
09:45 - 11:15, wöchentlich
30.91 Raum 012
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Do. 16.07.2026
09:45 - 11:15, wöchentlich
30.91 Raum 012
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Do. 23.07.2026
09:45 - 11:15, wöchentlich
30.91 Raum 012
30.91 Franz-Schnabel-Haus
Do. 30.07.2026
09:45 - 11:15, wöchentlich
30.91 Raum 012
30.91 Franz-Schnabel-Haus
- lecturer: PD Dr. Désirée Schauz
- sws: 2
- lv-no.: 5012019
- information: Präsenz
| Inhalt | Geisteswissenschaftliche Fächer verloren während der Zeit des Nationalsozialismus gegenüber den Natur- und Technikwissenschaften an Bedeutung. Viele ihrer Vertreter dienten sich aber nicht erst nach der nationalsozialistischen Machtübernahme dem neuen Regime an. Sie zeigten schon seit der Weimarer Republik Übereinstimmungen mit völkischen und rassistischen Positionen der NS-Ideologie. Nur wenige protestierten nach 1933 gegen den rassistisch und politisch motivierten Ausschluss von Kolleginnen und Kollegen. Im Seminar loten wir anhand von Fallbeispielen aus verschiedenen Disziplinen (Philologien und Literaturwissenschaften, Philosophie, Geschichtswissenschaften, Volkskunde, Pädagogik usw.) die ideologischen Übereinstimmungen und Handlungsspielräume aus. Dabei kommen sowohl die Selbstmobilisierungen von Gelehrten für das NS-Regime als auch Schicksale der Kritiker und Opfer der NS-Politik in den Blick. Um die Entwicklungen in der NS-Zeit einordnen zu können, gehen wir über den Zeitraum zwischen 1933 und 1945 hinaus und betrachten sowohl die 1920er Jahre als auch die direkte Nachkriegszeit.
Studienleistungen: Wird die Lehrveranstaltung dem Modul Ideen, Begriffe Diskurse A zugeordnet, so besteht die Studienleistung in einem mündlichen Input (mit historischen Quellen und unterstützenden Materialien). Es besteht die Möglichkeit, eine Hausarbeit (15-20 Seiten) als Modulabschlussprüfung anzufertigen. Wird die Lehrveranstaltung dem Modul Ideen, Begriffe Diskurse B oder dem Modul Geisteswissenschaftliche Theorien und Methoden zugeordnet, so besteht die Studienleistung in einem mündlichen Input (mit historischen Quellen und unterstützenden Materialien) und einem schriftlich ausgearbeiteten Sitzungsprotokoll (4-5 Seiten). Es besteht die Möglichkeit, eine mündliche Prüfung (Ideen, Begriffe, Diskurse B) bzw. eine Hausarbeit von ca. 20 Seiten (GTM) zu Themen der Veranstaltung als Modulabschlussprüfung abzulegen.
Einführende Literatur:
Ingo Haar: Historiker im Nationalsozialismus. Deutsche Geschichtswissenschaft und der "Volkstumskampf" im Osten. Göttingen 2002. Frank-Rutger Hausmann (Hg.): Die Geisteswissenschaften im "Dritten Reich". Frankfurt am Main 2011. Georg Bollenbeck und Clemens Knobloch (Hg.): Semantischer Umbau der Geisteswissenschaften nach 1933 und 1945. Heidelberg 2001. Volker Losemann (Hg.): Klio und die Nationalsozialisten. Gesammelte Schriften zur Wissenschafts- und Rezeptionsgeschichte. Wiesbaden 2017. |
| Vortragssprache | Deutsch |