Restaurant und Hotel als Hotspots der Moderne. Stadt-, technik- und ernährungsgeschichtliche Perspektiven

  • type: Block (B)
  • chair: Geschichte
  • semester: WS 26/27
  • time: Fr. 06.11.2026
    11:30 - 13:00, einmalig
    30.91 Raum 016
    30.91 Franz-Schnabel-Haus


    Fr. 04.12.2026
    11:30 - 13:00, einmalig

    Fr. 18.12.2026
    11:30 - 13:00, einmalig

    Fr. 29.01.2027
    09:00 - 12:00, einmalig
    30.91 Raum 010
    30.91 Franz-Schnabel-Haus

    Fr. 29.01.2027
    14:00 - 17:00, einmalig
    30.91 Raum 010
    30.91 Franz-Schnabel-Haus

    Fr. 12.02.2027
    09:00 - 12:00, einmalig
    30.91 Raum 010
    30.91 Franz-Schnabel-Haus

    Fr. 12.02.2027
    14:00 - 17:00, einmalig
    30.91 Raum 010
    30.91 Franz-Schnabel-Haus

    Fr. 26.02.2027
    11:30 - 13:00, einmalig


  • sws: 2
  • lv-no.: 5012010
  • information: Präsenz/Online gemischt
Inhalt

„Blitzsaubere deutsche Kellner, die auftreten wie Botschaftssekretäre, russische Prinzessinnen, die im Garten sitzen; kleine polnische Jungs, die Hand in Hand mit ihren Gouvernanten vorüber schlendern; eine Aussicht auf die sonnigen Gipfel des Dent du Midi und die malerischen Türme vom Schloss Chillon“. So lauten einige der Spezialitäten des Grandhotels „Trois Couronnes“ am Genfersee (Schweiz) um 1878, wie sie der US-amerikanische Schriftsteller Henry James in seiner Novelle „Daisy Miller“ beschrieben hat.

Das Hotel und das elegante Restaurant – beide entstehen im 19. Jahrhundert – sind Inbegriffe von urbaner und/oder montaner touristischer Modernität, die eng mit modernen Technologien und Verkehrs-, Energie- und Kommunikationsinfrastrukturen verschaltet sind. Das Grandhotel in den Schweizer Bergen wird genauso Thema der Lehrveranstaltung sein wie Bahnhofs- und Stadthotels in Metropolen wie Berlin, New York, London, Paris – oder im kolonialen Singapur. An zentraler Stadtlage oder spektakulär an Seen und auf Bergen platziert, setzen sie zudem architektonische Akzente und sind Ausdruck von Raumentwicklung und -gestaltung. Darüber hinaus sind Hotels und Restaurants Teil einer Ökonomie, die lokale bis globale Warenlieferketten umfasst und eine hierarchisch-funktional organisierte Belegschaft beschäftigt. Diese bekocht, bedient und berät eine hinsichtlich ihrer Herkunft oder ihres Aufenthaltszwecks heterogene Kundschaft, die sich zur Erholung, auf Geschäftsreise oder an einem Kongress im Hotel einfindet. Wen wundert es da, dass Hotels mit zu den beliebtesten Schauplätzen in Romanen und Filmen gehören? Ein tolles Thema also für eine kultur- und sozialgeschichtlich interessierte Technik- und Wirtschaftsgeschichte!

Veranstaltungstyp, Prüfungsleistung:

Die Lehrveranstaltung ist als Mix aus Seminar und Vorlesungsslots konzipiert, mit hybriden und Blockkurs-Anteilen. Als Prüfungsleistungen werden Sie neben der kontinuierlichen Mitarbeit für einen der beiden Blockkurs-Termine im Januar und Februar eine mündliche Präsentation (inkl. Visualisierung) erstellen und den Input (Dozentin, Peer-Feedback) in Ihre darauffolgende schriftliche Ausarbeitung von ca. 5 Seiten Länge einfließen lassen. Wenn Sie das Seminar in KGT I (BA Euklid, BA WMK) belegen, entfällt die schriftliche Ausarbeitung, diese ist nur in KGT II (BA Euklid) und KGTU I und II (BA LAS) erforderlich. Zugleich besteht die Möglichkeit, später Themen aus dem Seminar für die jeweilige Modulabschlussprüfung zu wählen.

Anforderungen:

-        Interesse an Technik-, Wirtschafts-, Sozial-, Konsum- und Ernährungsgeschichte

-        Bereitschaft, auch englische Texte zu lesen.

-        Da das Seminar hybrid und als Blockkurs angeboten wird: Bereitschaft, auch an zwei längeren Präsenzterminen teilzunehmen.

 

Seminarunterlagen:

Die meisten Seminartexte sowie das vorläufige Seminarprogramm werden vor Beginn der Lehrveranstaltung auf ILIAS eingestellt.

Hier ein Lesetipp vorab:

Flückiger-Seiler, Roland (2005): Hotelträume zwischen Gletschern und Palmen. Schweizer Tourismus und Hotelbau, 1830 – 1920. Baden: Hier + Jetzt, daraus ausgewählte Seiten (siehe PDF auf ILIAS).

VortragsspracheDeutsch
Organisatorisches

Dozentin: PD Dr. Gisela Hürlimann