Von Geoengineering bis zu Mensch‑Tier‑Interaktionen. Lehre an der Schnittstelle von Umwelt- und Technikgeschichte
Der Austausch über erfolgreiche Lehrformate sowie Best‑ und Worst‑Practice‑Beispiele in der Umwelt- und Technikgeschichte findet bislang nur selten statt. Aus diesem Grund organisierten Marcus Popplow und Nicole Hesse in Kooperation mit Daniel Jankowski und Christian Götter (TU Braunschweig) sowie dem Arbeitskreis Umwelt & Technik (AKUT) der Gesellschaft für Technikgeschichte e.V. am 5. und 6. März 2026 den Workshop Von Geoengineering bis zu Mensch‑Tier‑Interaktionen. Lehre an der Schnittstelle von Umwelt- und Technikgeschichte. In einer offenen und bereichernden Diskussionsatmosphäre tauschten sich Lehrende und Studierende aus Deutschland und dem benachbarten Ausland über erfolgreiche Konzepte, Fehlschläge und den nicht zuletzt durch KI vorangetriebenen Wandel in der Lehre aus. Eine Fortführung des Formats befindet sich in Planung. Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung durch den KIT Freundeskreis und Fördergesellschaft e.V. und die Gesellschaft für Technikgeschichte e.V.
Programm
Donnerstag, 5. März
13.30: Ankunft
14.00: Begrüßung & einführende Worte
Marcus Popplow (Department für Geschichte, KIT)
Christian Götter (Institut für Geschichtswissenschaft, TU Braunschweig),
Nicole Hesse (Department für Geschichte, KIT),
Daniel Jankowski (Institut für Geschichtswissenschaft, TU Braunschweig)
14.30: Panel I: Zwischen den Stühlen. Technik- und Umweltgeschichte jenseits der Geisteswissenschaften
Jonas van der Straeten (TU Eindhoven): „The most non-TU/e course I’ve had in 5 years TU/e“: Entwicklung, Internationalisierung und Skalierung von Geschichtslehre für Ingenieurstudierende an der TU Eindhoven.
Marcus Popplow (KIT): Technik- und Umweltgeschichte für Maschinenbaustudierende. Konzept und Durchführung eines Seminars am KIT.
Désirée Schauz (KIT): Zwischen den Kulturen. Erfahrungen einer deutsch-indischen Lehrkooperation.
16.00: Pause
16.30 Panel II: Zu den Objekten. Lehre am Material vor Ort
Lina Schröder (Universität Bamberg/Bayreuth): Und wieder ein weiteres Puzzleteil: Amperemeter – wertvolle Quellen im Kontext der Elektrifizierung des Alltags.
Jakob Müller (TU Braunschweig): Stromgeschichte(n): Ein Seminar im Elektrizitätszählerkabinett der PTB und die Publikation von studentischen Arbeiten.
17.30 Pause
18.00 Panel III: Studentische WUT: Impulse für die ‚Nischenkonstruktion‘
der Wissenschafts-, Umwelt- und Technikgeschichte an der TU Berlin
Charlie Fischer, Svenja Goetz, Tjark Nentwig und Fabian Zimmer (TU Berlin)
Freitag, 6. März
9.30 Panel IV: In die Welt. Global- und kolonialhistorische Zugriffe
David Drengk (Ruhr-Universität Bochum): Materialität und Erinnerung: Methodische Synergien für eine erfahrungsorientierte und globale Umwelt- und Technikgeschichtslehre.
Stefan Esselborn (München): In einem Semester um die Welt? Globalgeschichtliche Ansätze in der umwelt- und technikgeschichtlichen Lehre.
10.30 Pause
10.45 Panel V: Durch Raum und Zeit. Perspektiven über den Seminarraum hinaus
Stefan Poser (KIT): Spannende Wissenschaft? Planung eines Escape Room als Seminarprojekt in der Umwelt- und Technikgeschichte.
Holger Dietrich (PH Ludwigsburg): Ein geschichtsdidaktisches Kompaktseminar als Chance für die Vermittlung von „Denkmalkompetenz“.
11.45 Pause
12.15 Resümee und Abschlussdiskussion