
Tobias Markowitsch stellte am 16. Juni ein Projekt der Bildungsagenda NS-Unrecht vor. Dieses befasst sich mit den Akten des Sondergerichts Mannheim, welches während der NS-Diktatur Regimekritiker und -kritikerinnen anklagte und in über 8.000 Verfahren in den Jahren 1933 - 1945 verurteilte. Im Rahmen dieses Projektes ermöglichte das Generallandesarchiv Karlsruhe Schülerinnen und Schülern verschiedener Karlsruher Gymnasien, darüber tiefe Einblicke in das Unrechts-System des NS-Staates zu erlangen.

Am 9. Juni stellte Jary Koch (Potsdam) im Forschungskolloquium Auszüge aus seinem Dissertationsprojekt über Arbeit, Technik und Natur in der chemischen Industrie der Bundesrepublik zwischen den 1960er und 1980er Jahren vor. Konkret beleuchtete Koch in seinem Vortrag Aspekte der Computerisierung und Automatisierung der Chemieindustrie und deren Folgen für industrielle Forschung und Produktion.

Arne Cypionka stellte in seinem Gastvortrag "Archives of Nature & Archives of Society. Studien zum Böhmerwald in Computational Historical Ecology" am 2. Juni die computergestützte Forschung / Computational Humanities vor, die forstamtliche Karten und Archiv-Daten aus dem 19. Jahrhundert digitalisiert und untersucht, um u.a. die Wald-Entwicklung in dieser spezifischen ostbayerischen Region zu erforschen und die Veränderungen der Biodiversität zu visualisieren.

PD Dr. Ole Sparenberg berichtete am 19. Mai über seine Forschungen zur Antarktis in der umwelthistorischen Lehre im Rahmen des Forschungskolloquiums am Geschichte Department.

Vom 7. bis zum 9. Mai tagte die deutschsprachige Gesellschaft für Technikgeschichte (GTG) in der Dortmunder Zeche Zollern zum Thema „Un|Sichtbarkeiten – Energiegeschichte zwischen Materialität, Praxis und Repräsentation“. Auf der Jahrestagung gab es gleich drei Beiträge aus dem Department für Geschichte. Clarissa Kopanitsak trug im Nachwuchsforum zu CAD-Modellierungen im Denkmalschutz vor. Ole Sparenberg referierte im Panel „Regionale Energieregime: Kultur, Politik, Umwelt“ seine Forschungen zur Torfnutzung im 19. Jahrhundert in Berlin. Und Nicole Hesse, die als Mitglied des Programmausschusses an der Organisation und Moderation der Tagung beteiligt war, hielt einen Vortrag zur Windenergienutzung in Energiekrisenzeiten des 20. Jahrhunderts.

Am 12. Mai eröffnete Florian Bettel aus Wien die Vortragsreihe im Forschungskolloquium des Geschichte Departments mit seinem Forschungsbericht über "Kunststoffverarbeitung im Kleinen – Wiener Familienbetriebe nach 1945".



